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Transaktionsanalyse (TA)

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Die sozialpsychologische Theorie und Methodik der Transaktionsanalyse (TA) geht auf Eric Berne (1961) zurück. Wie für psychotherapeutische Schulen typisch, umfasst sie u.a. ein Menschenbild, ein Erklärungsmodell für die Entstehung, Beschreibung und Veränderbarkeit von menschlichen Verhaltensweisen und hieraus abgeleitete Handlungsempfehlungen. Zentrale Fragen in diesem Zusammenhang sind: Warum verhalten, denken und fühlen Menschen so, wie sie es tun? Warum kommunizieren und interagieren Menschen so miteinander, wie sie es tun? Welche Probleme können hierbei wo und wie entstehen, bei Einzelpersonen, in zwischenmenschlichen Beziehungen (Dyade, Gruppen) und in sozialen Systemen? Wie können diese Probleme, Störungen bei Einzelpersonen, in Beziehungen und in sozialen Systemen beziehungsförderlich gelöst werden, sodass eine qualitative Weiterentwicklung der Kommunikation und Interaktion möglich wird?

    Autonomie ist Ziel und zentraler Wert des Menschenbildes der Transaktionsanalyse. Menschen entwickeln sich dann weiter, so die Annahme, wenn sie sich selbst verantwortlich für ihr eigenes Denken, Fühlen und Verhalten sehen. Ein Mensch ist im Sinne der TA weiterhin autonom, wenn er sich bewusst ist, wie er denkt, fühlt und handelt und wenn er die diesbezüglichen Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Vergleich zu anderen Menschen benennen kann. Darüber hinaus ist die Person in der Lage, eigenbestimmt ihre Gefühle zum Ausdruck zu bringen und einen offenen und aufrichtigen Umgang mit den Mitmenschen zu pflegen. Indem der Mensch also selbst erkennt, warum er so ist wie er ist, ist er in der Lage, sich seiner selbst bewusst zu werden und sich selbst zu steuern. Auch anderen gegenüber kann er somit selbstbewusster entgegen treten und eigenbestimmter handeln. Autonomer zu werden bedeutet damit, frei von inneren und äußeren Zwängen soziale Beziehungen für alle Beteiligten bereichernd gestalten zu können. Der TA-Ansatz ermöglicht zum einen, psychische  Störungen (Zwänge) zu behandeln. Zum anderen ist er ein Entwicklungs‐ und Beratungskonzept, mit dem Anspruch, individuelle, zwischenmenschliche und kollektive Beziehungsformen bzw. Verhaltensmuster qualitativ weiterentwickeln zu können. Als integrative Theorie nutzt er kognitiv‐verhaltenstherapeutische Ansätze, tiefenpsychologische Denkweisen und knüpft am Menschenbild der humanistischen Psychologie an, das u.a. besagt, dass Menschen zu eigenverantwortlichem Handeln befähigt sind und ebenso dazu, sich zu verändern. Beides findet seinen Ausdruck im natürlichen Bedürfnis des Menschen, sich weiterzuentwickeln, hin zu einer autonomen Person.

    Vgl. Personalentwicklung, Führungstheorien.

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Thomas Bartscher
      Technische Hochschule Deggendorf
      Professor für die Lehrgebiete Human Resources Management, Innovations- und Transformationsmanagement
      Regina Nissen
      IPP-Institut GmbH
      Geschäftsführung

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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