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Atkinson-Maß

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Das Atkinson-Maß (nach Anthony (Tony) Atkinson, 1944 - 2017) ist ein Maß, mit dem die Einkommens- oder Vermögensungleichheit in einer Gesellschaft angegeben werden kann.

    Das Atkinson-Maß zeichnet sich dadurch aus, dass in diese Messgröße der personellen Einkommensverteilung durch die Berücksichtigung des Ausmaßes der gesellschaftlichen Ungleichheitsaversion eine normative Wertung integriert werden kann.

    Das Atkinson-Maß kann Werte zwischen Null und Eins annehmen. Dieser Wert wird aber nicht nur durch die Verteilung selbst bestimmt, sondern auch durch die Wahl des Parameters, mit dem die gesellschaftliche Ungleichheitsaversion abgebildet wird. Wenn das Atkinson-Maß beispielsweise Null beträgt, kann dies bedeuten, dass die Einkommen komplett gleich verteilt sind oder aber auch, dass die Einkommen maximal ungleich verteilt sind, aber die Einkommensverteilung von der Gesellschaft als völlig irrelevant angesehen wird. Der Index kann beispielsweise auch den anderen Extremwert Eins annehmen, wenn die Einkommen komplett ungleich verteilt sind oder aber die Ungleichheitsaversion in der Gesellschaft so groß ist, dass selbst eine nur minimal ungleiche Verteilung der Einkommen das Atkinson-Maß zu Eins werden lässt.

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Hagen Krämer
      Hochschule Karlsruhe, Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
      Professor für Economics (Volkswirtschaftslehre)

      Bücher

      Anselmann, Christina: Spitzeneinkommen und Ungleichheit: Die Entwicklung der personellen Einkommensverteilung in Deutschland.
      Marburg, 2013

      Zeitschriften

      Atkinson, Anthony B.: On the Measurement of Inequality
      1970, S. in: Journal of Economic Theory, 2(3), 244-263

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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