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Euregio

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    ursprüngliche Bezeichnung für die grenzüberschreitende Region zwischen Rhein, Ems und Ijssel, die ähnliche Strukturprobleme (krisenanfällige Landwirtschaft, Textil- und Bekleidungsindustrie, schlechte Infrastruktur etc.) aufweist. Heute wird das Konzept der Euregio in Europa mehrfach (Euregionen) genutzt. Ziel ist es, die durch nationale Randlagen entstandenen Rückstände in mehreren Bereichen (z.B. Wirtschaft und Verkehr, Arbeitsmarkt, Technologietransfer, Umwelt, Tourismus, Kultur etc.) aufzuholen. Euregionen unterscheiden sich in ihrer inhaltlichen Schwerpunktsetzung, der Reichweite ihrer Handlungskompetenzen sowie ihrem organisatorischen Aufbau. Die Mitgliedschaft in Euregionen wird meist von kommunalen Gebietskörperschaften, manchen Ortes auch Kammern oder sonstigen Interessenverbänden ausgeübt, und ist stets freiwillig. Organisatorisch sehen sich viele Euregionen mit dem Problem konfrontiert, dass die Errichtung grenzüberschreitender öffentlich-rechtlicher Körperschaften an den meisten zwischenstaatlichen Grenzen der EU aus staats- und völkerrechtlichen Gründen nicht möglich ist. Dem Handlungsspielraum einer Euregio sind ferner wegen ihrer Stellung zwischen den staatlichen Verwaltungsebenen der EU-Mitgliedsstaaten sowie der häufig schwachen finanziellen Ausstattung enge Grenzen gesetzt. Erschwerend wirken sich zusätzlich interregionale politische Divergenzen, der Argwohn der um Souveränitätsverzicht fürchtenden nationalen Zentren, sprachliche und legislative Unterschiede sowie kulturelle Ressentiments aus.

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Dr. Simon-Martin Neumair
      Lehrstuhl für Wirtschaftsgeographie
      Ludwig Maximilians-Universität
      Prof. Dr. Hans-Dieter Haas
      Lehrstuhl für Wirtschaftsgeographie,
      Ludwig-Maximilians-Universität München
      o. Univ.-Prof. i. R.

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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