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Megastadt

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Megacity, Riesenstadt; i.d.R. ökonomisches und politisches Zentrum mit subglobal ausgeprägtem Bedeutungsüberschuss, das Fixpunkt von Informations- und Verkehrsströmen ist und - nach Definition der UN - mind. 10 Mio. Einwohner aufweist. Megastädte sind v.a. jene Riesenstädte in Entwicklungsländern, welche gravierende Einbußen an Steuerungsfähigkeit erleiden. Nicht abreißende Migrationsströme und ein explodierendes natürliches Bevölkerungswachstum verdoppeln innerhalb von 15 bis 20 Jahren die Bevölkerung einer Megastadt, womit die Bereitstellung von Arbeitsplätzen, Wohnraum und Infrastruktur nicht mithalten kann. Typisch für Megastädte ist daher ein hoher Bevölkerungsanteil, der in Hüttensiedlungen und Slums lebt und sein Auskommen im informellen Sektor erwirtschaftet. Von Megastädten abzugrenzen sind Metropolen, die auch in Industrieländern vorkommen und für gewöhnlich die Hauptstadt eines Landes sind, was auf Megastädte nicht unbedingt zutrifft. Abzugrenzen ist auch der Begriff Megalopolis, bei dem es sich um die regionale Konzentration mehrerer Großstädte verhält.

    Beispiele: Mexiko-City, São Paulo, Kairo, Lagos, Karachi, Mumbai, Dehli, Kalkutta, Dhaka, Schanghai.

    Vgl. auch Stadt.

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      Mindmap Megastadt Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/megastadt-39607 node39607 Megastadt node30117 Bedeutungsüberschuss node39607->node30117 node33250 Entwicklungsländer node39607->node33250 node39955 Infrastruktur node39607->node39955 node45263 Slum node39607->node45263 node40129 informeller Sektor node39607->node40129

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Hans-Dieter Haas
      Lehrstuhl für Wirtschaftsgeographie,
      Ludwig-Maximilians-Universität München
      o. Univ.-Prof. i. R.
      Dr. Simon-Martin Neumair
      Lehrstuhl für Wirtschaftsgeographie
      Ludwig Maximilians-Universität

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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