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Fallibilismus

Definition

Bezeichnung für ein erkenntnistheoretisches Programm, dessen Grundgedanke die prinzipielle Fehlbarkeit aller Problemlösungen ist; es handelt sich um ein wichtiges Merkmal des kritischen Rationalismus.

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Bezeichnung für ein erkenntnistheoretisches Programm, dessen Grundgedanke die prinzipielle Fehlbarkeit aller Problemlösungen ist; es handelt sich um ein wichtiges Merkmal des Kritischen Rationalismus.

    Als Konsequenz besteht die Aufgabe der Wissenschaft nicht im Nachweis der Wahrheit wissenschaftlicher Aussagen (Verifikation), sondern in der Elimination von Irrtümern (Falsifikation).

    Die Aufgabe der Wissenschaftstheorie besteht darin, Regeln, Methoden oder Verfahren zu entwickeln, die eine Entdeckung und Elimination von Irrtümern ermöglichen. Wissenschaftliche Theorien sind auf widerlegbare Weise zu formulieren (Popper-Kriterium); ihre Überprüfung kann dann durch Feststellung logischer Widersprüche (Deduktion), v.a. durch Vergleich mit der Wirklichkeit und ggf. mit alternativen Theorien erfolgen (Pluralismus).

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Jean-Paul Thommen
      European Business School,
      Schloss Reichartshausen
      Head of Chair, Chair of Organizational Behavior

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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