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Gesetzesaussage

Definition

nomologische Hypothese; allg. erfahrungswissenschaftliche Aussage (Realwissenschaft), die im Extremfall ohne Beschränkung auf einen bestimmten Raum/Ort oder auf eine bestimmte Zeit formuliert wird.

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    nomologische Hypothese; allg. erfahrungswissenschaftliche Aussage (Realwissenschaft), die im Extremfall ohne Beschränkung auf einen bestimmten Raum/Ort oder auf eine bestimmte Zeit formuliert wird. Wegen dieser Eigenschaft werden Gesetzesaussagen auch als Invarianzbehauptungen bzw. als Immer- und Überall-Wenn-Dann-Aussagen bezeichnet.

    Während Gesetzmäßigkeiten als Bestandteil der Realität zu betrachten sind, handelt es sich bei Gesetzesaussagen um Erkenntnistatbestände, die sich ggf. als falsche Vorstellungen über die Eigenschaften der Erfahrungswelt erweisen können (Fallibilismus).

    Darüber hinaus muss zwischen Gesetzesaussagen und Gesetzen (etwa im Sinn der Rechtswissenschaft) unterschieden werden. Letztere sind von Menschen zu dem Zweck geschaffen, eine Ordnung in den sozialen und institutionellen Beziehungen zu bewirken. Es handelt sich um Normen bzw. Gebote, die bestimmte Verhaltensweisen fordern oder verbieten.

    Innerhalb der Wissenschaftstheorie wird kontrovers diskutiert, ob die in naturwissenschaftlichen Bereichen bewährte Suche nach Gesetzmäßigkeiten auch in den Sozial- bzw. Kulturwissenschaften zweckmäßig ist.

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Jean-Paul Thommen
      European Business School,
      Schloss Reichartshausen
      Head of Chair, Chair of Organizational Behavior

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