Direkt zum Inhalt

Informationsgehalt

Definition

empirischer Gehalt; Kriterium zur Beurteilung erfahrungswissenschaftlicher Theorien, Gesetzesaussagen und Hypothesen.

GEPRÜFTES WISSEN
Über 200 Experten aus Wissenschaft und Praxis.
Mehr als 25.000 Stichwörter kostenlos Online.
Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

zuletzt besuchte Definitionen...

    Ausführliche Definition

    empirischer Gehalt; Kriterium zur Beurteilung erfahrungswissenschaftlicher Theorien, Gesetzesaussagen und Hypothesen.

    Zu unterscheiden sind: Allgemeinheit und Präzision einer Aussage. Darstellung dieser Problematik anhand wissenschaftlicher Aussagen in konditionaler Form (Wenn-dann-Sätze): Die Allgemeinheit einer Aussage hängt vom Gehalt ihrer Wenn-Komponente ab, wobei mit zunehmendem Gehalt die Allgemeinheit sinkt (und umgekehrt), weil die in der Dann-Komponente bezeichnete Konsequenz unter stärker einschränkenden Bedingungen behauptet wird; Manipulationen des Gehalts der Dann-Komponente verändern die Bestimmtheit bzw. den Präzisionsgrad der Aussage, wobei mit abnehmendem Gehalt der Dann-Komponente die Präzision ebenfalls abnimmt (und umgekehrt).

    Nach Popper (Logik der Forschung, 8. Aufl., 1984) gilt, dass zwischen empirischem Gehalt und Falsifizierbarkeit einer wissenschaftlichen Aussage eine positive Korrelation anzunehmen ist: Je gehaltvoller eine Aussage, desto leichter falsifizierbar ist sie (Popper-Kriterium). Dabei ist streng zwischen Falsifizierbarkeit als logischer Eigenschaft einer Aussage und ihrer tatsächlichen Falsifikation zu unterscheiden.

    zuletzt besuchte Definitionen...

      Mindmap Informationsgehalt Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/informationsgehalt-38322 node38322 Informationsgehalt node34232 Hypothese node38322->node34232 node43593 Popper-Kriterium node38322->node43593 node49513 Theorem node38322->node49513 node48604 Theorie node38322->node48604 node34547 Gesetzesaussage node38322->node34547 node38677 Induktion node38322->node38677 node34232->node49513 node34232->node48604 node34931 Fallibilismus node34232->node34931 node28728 Axiom node34232->node28728 node36895 Empirismus node31928 empirische Wirtschaftsforschung node31928->node43593 node36529 Falsifikation node36529->node38322 node36529->node34232 node36529->node36895 node50409 Verifikation node36529->node50409 node39199 Kritischer Rationalismus node43593->node36529 node43593->node39199 node28523 Allaussage node28523->node34547 node48604->node28728 node47812 Wissenschaftstheorie node43354 Realwissenschaft node34547->node47812 node34547->node34931 node34547->node43354 node46391 Positivismus node46391->node48604 node46392 optimaler Währungsraum node46392->node48604 node38677->node48604
      Mindmap Informationsgehalt Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/informationsgehalt-38322 node38322 Informationsgehalt node48604 Theorie node38322->node48604 node34547 Gesetzesaussage node38322->node34547 node34232 Hypothese node38322->node34232 node43593 Popper-Kriterium node38322->node43593 node36529 Falsifikation node38322->node36529

      News SpringerProfessional.de

      • Persönlichkeit und Motivation müssen stimmen

        Beim Besetzen vakanter Stellen achten Vertriebsleiter oft stärker auf die fachliche Qualifikation der Bewerber als auf deren Persönlichkeit und Motivation. Michael Schwartz, Leiter des Instituts für integrale Lebens- und Arbeitspraxis in Esslingen, erläutert, warum diese beiden Faktoren im Vertrieb so wichtig sind.

      • Neue Recruitingstrategien gegen den Fachkräftemangel

        Für den deutschen Mittelstand wird der Fachkräftemangel zum Geschäftsrisiko, zeigen Studien. Und die Situation soll sich noch verschärfen. Höchsten Zeit also, bei der Personalbeschaffung neue Weg zu gehen, so Gastautor Steffen Michel. 

      • Weniger IPO-Prospekt, dafür mehr Anlegerschutz

        Wer sich bislang per Börsengang Geld am Kapitalmarkt besorgen wollte, musste einen aufwendigen Prospekt erstellen. Eine Neuregelung sorgt jetzt bei kleineren IPOs (Initial Public Offering) für Abhilfe. Wie die Voraussetzungen aussehen, erklärt Rechtsanwalt Jörg Baumgartner in seinem Gastbeitrag.

      • Whatsapp startet Business-Offensive

        Im Servicefall können Verbraucher einige Unternehmen bereits über den Messenger-Dienst Whatsapp kontaktieren. Doch was passiert, wenn der Kundenservice Nachrichten initiativ versendet? Ein neues Business-Tool soll genau das ermöglichen.

      • Kundennutzenmodelle im B2B-Vertrieb von E-Marktplätzen

        Elektronische B2C-Marktplätze müssen ihre über Jahre errungene dominante Marktstellung in Gewinne umzumünzen, ohne ihre Marktstellung zu gefährden. Dazu gehört, Preise für langjährige Händler drastisch zu erhöhen. Kundennutzenmodelle spielen dabei eine wichtige Rolle.

      • "Belastete Geschäftsmodelle sind meistens nicht genug innoviert"

        Der ehemalige Roland-Berger-Krisenberater Thomas Knecht hat an der Spitze von Hellmann den Turnaround des weltweiten Logistikers geschafft. Branche und Wirtschaft fordert er zu mehr Wachsamkeit auf. Im Interview spricht er über Anpassungsfähigkeit und Insolvenzschutz.

      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Jean-Paul Thommen
      European Business School,
      Schloss Reichartshausen
      Head of Chair, Chair of Organizational Behavior

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

      Springer Professional - Die Flatrate für Fachzeitschriften und Bücher
      Steffen Hundt analysiert erstmals den europäischen Wandelanleihemarkt. Aufgrund der spezifischen Stichprobenkomposition werden darüber hinaus Intensitätsvergleiche zwischen verschiedenen Wertpapierkategorien möglich, die potentiellen Investoren im
      Wirtschaftspolitische Entscheidungsträger haben die Target2-Salden in den vergangenen Monaten zunehmend als wichtigen Gradmesser der Eurokrise zu schätzen gelernt und ihren Abwärtstrend als positives Zeichen interpretiert. Umso erstaunlicher ist es, …

      Bücher auf springer.com

      versandkostenfrei von springer.com

      Sachgebiete