Direkt zum Inhalt

Familienhilfe

Definition

Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung, die einem Mitglied für bestimmte Familienangehörige, denen es Unterhalt leistet, im Fall der Krankheit (Familienkrankenhilfe) oder der Entbindung (Familienmutterschaftshilfe) gewährt wird.

GEPRÜFTES WISSEN
Über 200 Experten aus Wissenschaft und Praxis.
Mehr als 25.000 Stichwörter kostenlos Online.
Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

zuletzt besuchte Definitionen...

    Ausführliche Definition

    1. Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung, die einem Mitglied für bestimmte Familienangehörige, denen es Unterhalt leistet, im Fall der Krankheit (Familienkrankenhilfe) oder der Entbindung (Familienmutterschaftshilfe) gewährt wird.

    a) Kreis der Angehörigen (§ 10 SGB V):
    (1) Ehegatten und Lebenspartner;
    (2) Kinder (eheliche, für ehelich erklärte, an Kindes statt angenommene und nicht eheliche Kinder sowie Stief-, Enkel- und Pflegekinder, die das Mitglied überwiegend unterhält) bis zum vollendeten 18. Lebensjahr, bei Nichterwerbstätigkeit des Kindes bis zum vollendeten 23. Lebensjahr, während Schul- oder Berufsausbildung jedenfalls bis zum vollendeten 25. Lebensjahr und bei Erfüllung einer gesetzlichen Dienstpflicht auch darüber hinaus für die Dauer der eingetretenen Verzögerung der Ausbildung, ohne Altersgrenze für Kinder, die sich wegen ihrer Behinderung nicht selbst unterhalten können;
    (3) auch sonstige Angehörige des Versicherten, die mit ihm in häuslicher Gemeinschaft leben, von ihm ganz oder überwiegend unterhalten werden und sich im Inland aufhalten.

    b) Leistungsausschluss: keine Leistungen aus der Familienhilfe bei einem Gesamteinkommen des Angehörigen von mehr als 1/7 der monatlichen Bezugsgröße nach § 18 SGB IV; außerdem für Kinder, wenn der mit den Kindern verwandte Ehegatte des Versicherten
    (1) nicht Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse ist und
    (2) sein Gesamteinkommen regelmäßig im Monat ein Zwölftel der Jahresarbeitsentgeltgrenze übersteigt und
    (3) regelmäßig höher als das Gesamteinkommen des Versicherten ist.

    c) Sachleistungen für die Familienangehörigen im gleichen Umfang und unter den gleichen Voraussetzungen wie für den Versicherten selbst; Geldleistungen der Krankenhilfe (Krankengeld) dagegen nicht für die Familienangehörigen. Leistungen für sonstige Angehörige können durch die Satzung eingeschränkt werden.

    2. In der gesetzlichen Pflegeversicherung gelten die vorgenannten Grundzüge entsprechend (§ 25 SGB XI). In der privaten Pflegeversicherung ist der Personenkreis, für den Familienhilfe bestünde, ebenfalls mitversichert (§ 23 I Satz 2 SGB XI), jedoch ist der Ehegatte hier nicht beitragsfrei.

    zuletzt besuchte Definitionen...

      Mindmap Familienhilfe Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/familienhilfe-35547 node35547 Familienhilfe node32921 Gesamteinkommen node35547->node32921 node29747 Bezugsgröße node35547->node29747 node41332 Kostenträger node41332->node29747 node51770 Integrierte Versorgung node43068 Pflegeversicherung node51770->node43068 node28798 Bundesministerium für Gesundheit ... node28798->node43068 node44201 Sozialversicherung node43068->node35547 node43068->node44201 node33437 Familienkrankenhilfe node33437->node35547 node46397 Plankosten node46397->node29747 node34908 Gesamtbetrag der Einkünfte node32921->node34908 node29722 Arbeitseinkommen node32921->node29722 node31379 Arbeitsentgelt node32921->node31379 node33833 Einkünfte node32921->node33833 node36523 Grundlohn node36523->node29747 node38567 Kostenbestimmungsfaktoren node29747->node38567 node51731 Sozialpolitik in der ... node51731->node43068
      Mindmap Familienhilfe Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/familienhilfe-35547 node35547 Familienhilfe node32921 Gesamteinkommen node35547->node32921 node29747 Bezugsgröße node35547->node29747 node33437 Familienkrankenhilfe node33437->node35547 node43068 Pflegeversicherung node43068->node35547

      News SpringerProfessional.de

      • Nachfolger verzweifelt gesucht

        So viele Unternehmen wie noch nie sind auf Nachfolgersuche. Gleichzeitig geht die Schere zwischen Übergabewilligen und Übernahmeinteressenten immer weiter auseinander. Woran es liegt und was Unternehmer tun können.

      • Unternehmen profitieren von Corporate Volunteering

        Engagieren sich Mitarbeiter freiwillig für das Gemeinwohl, profitieren nicht nur gemeinnützige Organisationen und Gesellschaft davon, sondern auch Unternehmen. Wie Corporate Volunteering geplant und in der Unternehmensstrategie verankert wird.

      • Was Bewerber garantiert abschreckt

        Sie sollen Status symbolisieren und modern daher kommen, erreichen aber das genaue Gegenteil. Arbeitsuchende empfinden englische Jobtitel häufig als unnötig aufgebläht. Keep ist simple, ist der bessere Anglizismus im Recruiting.

      • Big Brother im Büro

        Die totale Überwachung von Mitarbeitern ist längst keine negative Utopie mehr, wie sie George Orwell oder Dave Eggers in ihren Romanen heraufbeschwören. Unternehmen können bereits jetzt die Aktivitäten ihrer Angestellten rundum erfassen. Wissenschaftler warnen vor Missbrauch.

      • Private Equity in Deutschland boomt

        Unternehmen günstig kaufen und mit Gewinn verkaufen. Das ist das Konzept von Private Equity-Gesellschaften. Sie sind in Deutschland nach wie vor sehr aktiv, wie eine aktuelle Studie zeigt.

      • Zu wenig Innovation vor lauter Transformation

        Im BCG-Innovations-Ranking 2018 liegen US- und Digitalunternehmen klar vorn. Deutsche Firmen sind erst ab Platz 21 zu finden. Doch was hemmt hierzulande eigentlich die Innovationskraft?

      • Talentierte Mitarbeiter finden und binden

        Im hart gewordenen "War for Talents", in dem Fachkräfte begehrter denn je sind, vergessen Unternehmen offenbar, auf die internen Talente zu setzen. Dabei schlummern in der Belegschaft oft ungeahnte Potenziale.

      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Joachim Becker
      Humboldt-Universität zu Berlin
      Richter am Sozialgericht, Wiesbaden

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

      Springer Professional - Die Flatrate für Fachzeitschriften und Bücher
      Bei einer Sozialpädagogischen Familienhilfe (SPFH) ist die Regel, was (1982) bei der Psychotherapie kritisch vermisst: „Sobald ich vom ersten Psychotherapeuten höre, der seine Praxis gelegentlich verlässt und sich mit einem Patienten in dessen Wohnun
      Evaluationen in der Sozialen Arbeit lassen sich bis in die Anfänge sozialpädagogischer Forschung zurückverfolgen; ob man nun bis zu den Studien zur Armutsforschung von Thomas von Aquin zurückgehen will (vgl. Müller 1978: 15) oder lediglich um mehrere
      Das hier entwickelte Verständnis von Migrationsregimen ermöglicht die Beschreibung und Erforschung der Selbstorganisation von Akteursgeflechten, die durch institutionelle Problematisierungen von Migration in Beziehung zueinander gesetzt werden.

      Sachgebiete