Direkt zum Inhalt

Bezugsgröße

Definition

I. Sozialversicherung: einheitliche Bezugsgröße, eingeführt, um die bestehenden unterschiedlichen Regelungen in den einzelnen Versicherungszweigen zu beseitigen. Die Bezugsgröße ergibt sich aus dem durchschnittlichen Arbeitsentgelt aller Versicherten der Rentenversicherung der Arbeiter und der Angestellten ohne Auszubildende im vorvergangenen Kalenderjahr, aufgerundet auf den nächsthöheren, durch 48 teilbaren Betrag. II. Kostenrechnung: qualitativ, quantitativ, räumlich und/ oder zeitlich abgegrenzte Größe, der bestimmte Kosten, Erlöse, Mengenverbräuche und andere Geld- und Mengengrößen gegenübergestellt oder zugeordnet werden.

GEPRÜFTES WISSEN
Über 200 Experten aus Wissenschaft und Praxis.
Mehr als 25.000 Stichwörter kostenlos Online.
Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

zuletzt besuchte Definitionen...

    Ausführliche Definition

    Inhaltsverzeichnis

    1. Sozialversicherung
    2. Kostenrechnung

    Bezugsobjekt.

    Sozialversicherung

    Einheitliche Bezugsgröße (§ 18 SGB IV), eingeführt, um die bestehenden unterschiedlichen Regelungen in den einzelnen Versicherungszweigen zu beseitigen. Die Bezugsgröße ergibt sich aus dem Durchschnittsentgelt der Gesetzlichen Rentenversicherung im vorvergangenen Kalenderjahr, aufgerundet auf den nächsthöheren, durch 420 teilbaren Betrag. Sie wird jährlich durch Rechtsverordnung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) neu festgelegt.

    Vgl. zuletzt die Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2017 vom 28.11.2016 (BGBl. I 2665).

    Kostenrechnung

    Qualitativ, quantitativ, räumlich und/ oder zeitlich abgegrenzte Größe, der bestimmte Kosten, Erlöse, Mengenverbräuche und andere Geld- und Mengengrößen gegenübergestellt oder zugeordnet werden.

    1. Basis (Nenner) von Kenn- oder Beziehungszahlen (z.B. Fracht je 100 kg Versandgewicht, Deckungsbeitrag in Prozent vom Umsatz, Gemeinkosten in Prozent der Einzelkosten); dienen auch zur Ermittlung von Verrechnungs- und Zuschlagssätzen sowie von Vorgaben in Form von Verbrauchsstandards oder Deckungssätzen (z.B. Mindest-Deckungsbeitrag je Engpassmaschinenstunde).

    2. Maßgröße der Kostenverursachung in den Kostenstellen für die wichtigsten Kostenbestimmungsfaktoren. Bezugsgrößen müssen so festgelegt werden, dass sie den Einfluss der Kostenbestimmungsfaktoren auf die Kostenhöhe möglichst exakt abbilden.

    Beispiele: Fertigungsminuten, Maschinenstunden, Durchsatzgewichte, Arbeitszeiten des Personals.

    Zweck: Bezugsgrößen dienen der Planung und Kontrolle der Gemeinkosten, der Kalkulation u.a. (Bezugsgrößenkalkulation).

    Bezugsgröße in der Einzelkostenrechnung wird auch als Bezugsobjekt bezeichnet.

    Vgl. auch Bezugsgrößenhierarchie.

    3. Maßstab für die Abbildung der erzeugten Leistungen, geschaffenen, bereitgehaltenen oder verfügbaren Potenziale.

    zuletzt besuchte Definitionen...

      Mindmap Bezugsgröße Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/bezugsgroesse-29747 node29747 Bezugsgröße node38567 Kostenbestimmungsfaktoren node29747->node38567 node46397 Plankosten node46397->node29747 node41101 Kostenplanung node46397->node41101 node46397->node38567 node39327 Kosten node46397->node39327 node49037 teilbewegliche Kosten node49037->node41101 node33413 Gemeinkostenplanung node33413->node41101 node32784 Einzelkosten node32784->node29747 node47700 Teilkostenrechnung node41332 Kostenträger node47700->node41332 node48011 Vollkosten node48011->node41332 node33716 Fuhrparkkosten node33716->node41332 node41332->node29747 node41101->node29747 node41101->node32784 node49242 variable Kosten node38567->node49242 node33359 fixe Kosten node38567->node33359 node38298 Kostenverlauf node38567->node38298 node38567->node39327 node31379 Arbeitsentgelt node28911 Beitragsbemessungsgrenze node36709 Grundgehalt node36523 Grundlohn node36523->node29747 node36523->node31379 node36523->node28911 node36523->node36709 node47823 Vorgabezeit node47823->node41101
      Mindmap Bezugsgröße Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/bezugsgroesse-29747 node29747 Bezugsgröße node38567 Kostenbestimmungsfaktoren node29747->node38567 node36523 Grundlohn node36523->node29747 node46397 Plankosten node46397->node29747 node41332 Kostenträger node41332->node29747 node41101 Kostenplanung node41101->node29747

      News SpringerProfessional.de

      • Persönlichkeit und Motivation müssen stimmen

        Beim Besetzen vakanter Stellen achten Vertriebsleiter oft stärker auf die fachliche Qualifikation der Bewerber als auf deren Persönlichkeit und Motivation. Michael Schwartz, Leiter des Instituts für integrale Lebens- und Arbeitspraxis in Esslingen, erläutert, warum diese beiden Faktoren im Vertrieb so wichtig sind.

      • Neue Recruitingstrategien gegen den Fachkräftemangel

        Für den deutschen Mittelstand wird der Fachkräftemangel zum Geschäftsrisiko, zeigen Studien. Und die Situation soll sich noch verschärfen. Höchsten Zeit also, bei der Personalbeschaffung neue Weg zu gehen, so Gastautor Steffen Michel. 

      • Weniger IPO-Prospekt, dafür mehr Anlegerschutz

        Wer sich bislang per Börsengang Geld am Kapitalmarkt besorgen wollte, musste einen aufwendigen Prospekt erstellen. Eine Neuregelung sorgt jetzt bei kleineren IPOs (Initial Public Offering) für Abhilfe. Wie die Voraussetzungen aussehen, erklärt Rechtsanwalt Jörg Baumgartner in seinem Gastbeitrag.

      • Whatsapp startet Business-Offensive

        Im Servicefall können Verbraucher einige Unternehmen bereits über den Messenger-Dienst Whatsapp kontaktieren. Doch was passiert, wenn der Kundenservice Nachrichten initiativ versendet? Ein neues Business-Tool soll genau das ermöglichen.

      • Kundennutzenmodelle im B2B-Vertrieb von E-Marktplätzen

        Elektronische B2C-Marktplätze müssen ihre über Jahre errungene dominante Marktstellung in Gewinne umzumünzen, ohne ihre Marktstellung zu gefährden. Dazu gehört, Preise für langjährige Händler drastisch zu erhöhen. Kundennutzenmodelle spielen dabei eine wichtige Rolle.

      • "Belastete Geschäftsmodelle sind meistens nicht genug innoviert"

        Der ehemalige Roland-Berger-Krisenberater Thomas Knecht hat an der Spitze von Hellmann den Turnaround des weltweiten Logistikers geschafft. Branche und Wirtschaft fordert er zu mehr Wachsamkeit auf. Im Interview spricht er über Anpassungsfähigkeit und Insolvenzschutz.

      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Joachim Becker
      Humboldt-Universität zu Berlin
      Richter am Sozialgericht, Wiesbaden
      Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Weber
      WHU – Otto Beisheim School of Management, Institut für Management und Controlling (IMC)
      Direktor

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

      Springer Professional - Die Flatrate für Fachzeitschriften und Bücher
      In diesem Kapitel der Arbeit erfolgt zunächst die Darstellung zur Entstehung des Konzeptes Organisationskultur (4.1). Neben dieser Darstellung, wird dabei auf die ersten Forschungsarbeiten aus den Vereinigten Staaten sowie auf die Aufnahme des Konzep
      In diesem Kapitel werden mit Vertrauen und Glaubwürdigkeit, Image sowie Reputation wichtige Bezugsgrößen der PR-Praxis vorgestellt und theoretisch fundiert. Zudem wird das Dialogpostulat der PR dargestellt, das in der wissenschaftlichen wie …
      In diesem Artikel lesen Sie: ◼ Es existieren Beitragsbemessungsgrenzen für die Kranken- und Pflegeversicherung sowie für die Renten- und Arbeitslosenv

      Sachgebiete