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Kampf der Kulturen

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    umstrittener, auf den US-amerikanischen Politologen S. Huntigton (1993) zurückgehender Begriff. Dieser vertritt die These, dass sich durch zunehmenden Fundamentalismus die Konflikte zwischen den Gesellschaften einzelner, religiös geprägter Kulturräume (Kulturerdteil, Kultur) verschärfen. Nach Beendigung des Kalten Krieges geraten nichtwestliche Gesellschaftssysteme durch die allg. beobachtbaren Tendenzen der Globalisierung in tiefe kulturelle Krisen, während Entwicklungsmodelle, Werte und Normen der westlichen Welt an Bedeutung gewinnen. Es lassen sich drei Möglichkeiten unterscheiden, mit denen nichtwestliche Gesellschaften auf die kulturelle, wirtschaftliche und politische Hegemonie des Westens reagieren können:
    (1) Rückbesinnung auf regional-lokale Identitäten, die in Fundamentalismus übergehen können;
    (2) Versuch der Anpassung an die westliche Kultur;
    (3) Modernisierung ohne Verwestlichung, indem in Koalition mit anderen, nichtwestlichen Gesellschaften wirtschaftliches, politisches und militärisches Wachstum erzielt werden soll.

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Dr. Simon-Martin Neumair
      Lehrstuhl für Wirtschaftsgeographie
      Ludwig Maximilians-Universität
      Prof. Dr. Hans-Dieter Haas
      Lehrstuhl für Wirtschaftsgeographie,
      Ludwig-Maximilians-Universität München
      o. Univ.-Prof. i. R.

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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