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Krankmeldung

Definition

Unverzügliche Mitteilung des Arbeitnehmers an den Arbeitgeber im Fall einer Erkrankung.

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    1. Begriff: unverzügliche Mitteilung des Arbeitnehmers an den Arbeitgeber im Fall einer Erkrankung. Gesetzlich geregelt ist dies in § 5 EntgeltfortzG: Alle Arbeitnehmer haben dem Arbeitgeber die Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer unverzüglich anzuzeigen und bei einer Dauer von mehr als drei Tagen eine ärztliche Bescheinigung über die Arbeitsunfähigkeit sowie deren voraussichtliche Dauer (Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung) spätestens am folgenden Tag nachzureichen. Der Arbeitgeber kann auch früher eine ärztliche Bescheinigung verlangen. Bei Krankheit im Ausland besteht die Verpflichtung zur Übermittlung der Krankmeldung und Aufenthaltsadresse auf schnellstmögliche Art (§ 5 II EntgeltfortzG).

    2. Folgen von Mitteilungsverstößen: Ein einmaliger Verstoß der Überschreitung der Meldefrist genügt nicht für eine ordentliche Kündigung oder außerordentliche Kündigung. Außerdem bedarf es in der Regel einer vorherigen einschlägigen Abmahnung. Die Nichtvorlage einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung kann i.d.R. nur dann eine verhaltensbedingte Kündigung rechtfertigen, wenn hierdurch betriebliche Interessen verletzt werden und wenn der Arbeitnehmer zuvor einschlägig abgemahnt worden ist.

    Solange der Arbeitnehmer sich nicht krank meldet oder eine Krankheit nicht nachweist, ist der Arbeitgeber zur Verweigerung der Entgeltfortzahlung berechtigt (§ 7 EntgeltfortzG).

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      Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht

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