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Schlechtleistung

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Schlechterfüllung. 1. Begriff: Fall der Leistungsstörungen und Pflichtverletzung, bei dem der Schuldner die fällige Leistung nicht wie geschuldet erbringt (z.B. unsachgemäße Unternehmensberatung, unzureichende Verpackung führt zur Beschädigung der verkauften Ware, Mängel beim Kauf- oder Werkvertrag). Das Verschulden des Schuldner wird vermutet (§ 280 I 2 BGB).

    2. Rechtsfolgen: a) (einfacher) Schadenersatz bei verschuldeter Schlechtleistung (§ 280 I 1 BGB).

    b) Schadenersatz statt der Leistung bei verschuldeter erheblicher Schlechtleistung (§ 281 I BGB), wenn die Leistung abgelehnt werden darf (Ablehnung).

    c) Anstelle des Schadensersatzes statt der Leistung kann Aufwendungsersatz verlangt werden (§ 284 BGB).

    Sonderregeln für gegenseitige Verträge, Sachmängelhaftung, Rechtsmängelhaftung.

    Vgl. auch Vertragsbruch.

    3. Besonderheiten im Arbeitsrecht: Im Arbeitsrecht gilt zugunsten der Arbeitnehmer ein abweichender Haftungsmaßstab. Er haftet grundsätzlich nur bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit in vollem Umfang. Auch eine Reduzierung des Arbeitsentgelts ist bei Schlechtleistung nicht möglich: Grund: Der Arbeitsvertrag ist Dienstvertrag, daher schuldet der Arbeitnehmer nur die Arbeitsleistung und nicht den Arbeitserfolg. Das Dienstvertragsrecht kennt keine Minderung der Gegenleistung. Schließlich ist auch eine Kündigung des Arbeitsverhältnisses wegen Schlechtleistung nur unter besonderen Umständen zulässig.

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      Mindmap Schlechtleistung Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/schlechtleistung-43344 node43344 Schlechtleistung node32058 gegenseitige Verträge node43344->node32058 node31702 Aufwendungsersatz node43344->node31702 node40281 Leistungsstörungen node43344->node40281 node30789 Ablehnung node43344->node30789 node42279 Pflichtverletzung node43344->node42279 node38946 Leistungsverzögerung node50008 Zurückbehaltungsrecht node50008->node32058 node49761 Vertrag node32058->node49761 node44804 Schutzpflicht node32058->node44804 node28061 Auftrag node32927 Gläubiger node30077 Aufwendungen node31702->node28061 node31702->node32927 node31702->node30077 node40911 Leistung node31702->node40911 node48447 Teilleistung node47122 Unmöglichkeit node40281->node47122 node40158 Nichtleistung node40281->node40158 node42058 Schuldverhältnis node40281->node42058 node40281->node40911 node30789->node38946 node30789->node48447 node30789->node42279 node42535 Schuldrechtsreform node42279->node40281 node42279->node44804 node42279->node42535 node42279->node42058 node40158->node43344 node47035 Synallagma node47035->node32058
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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      RA Dr. Joachim Wichert
      aclanz – Partnerschaft von Rechtsanwälten
      Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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