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Markenherkunft

Definition

Räumliche, institutionelle und zeitliche Herkunft einer Marke

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    1. Begriff: Markenherkunft beschreibt die Identifikation der markenführenden Organisation mit einem Raum und/oder einer Institution sowie die Historie einer Marke. Die Markenherkunft ist ein essentielles Merkmal der Markenidentität und prägend für sämtliche Komponenten der Markenidentität. Damit ist die Markenherkunft ein weitreichenderes Konstrukt als Country of Origin.

    2. Ausprägungen: a) räumliche Markenherkunft: beschreibt die räumliche Identifikation der markenführenden Organisation mit einem supranationalen (z.B. EU), nationalen (z.B. Deutschland), regionalen (z.B. Rheinland) oder lokalen (z.B. Köln) Raum. Die Markenherkunft ist nicht an reale Standorte (z.B. Produktionsstandort, Unternehmenszentrale) gebunden.
    b) institutionelle Markenherkunft: beschreibt die Identifikation einer Marke mit einer Organisation und/oder einer Branche.
    c) zeitliche Markenherkunft: beschreibt die Historie einer Marke.

    3. Wirkung: Die Herkunft einer Marke prägt wesentlich das Markenimage. Nachfrager greifen dabei auf vorhandene Schemata (z.B. Image eines Landes) zurück und übertragen diese auf die Marke. Direkter Einfluss auf den funktionalen und symbolischen Markennutzen sowie die Markenpersönlichkeit. Im internationalen Marketing ist die räumliche Markenherkunft von besonderer Bedeutung, da Nachfrager internationale Marken stark vor dem Hintergrund ihrer räumlichen Herkunft bewerten.

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Christoph Burmann
      Lehrstuhl für innovatives Markenmanagement
      Lehrstuhlinhaber
      Dr. Christian Becker
      Central Krankenversicherung
      Referent Strategisches Marketing

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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