Direkt zum Inhalt

REACH

Definition

Der Name REACH bezeichnet eine in den Mitgliedsstaaten der EU unmittelbar geltende EG-Verordnung mit der Bezeichnung "Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 18.12.2006 zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH) und zur Schaffung einer Europäischen Chemikalienagentur".

GEPRÜFTES WISSEN
Über 200 Experten aus Wissenschaft und Praxis.
Mehr als 25.000 Stichwörter kostenlos Online.
Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

zuletzt besuchte Definitionen...

    Ausführliche Definition

    1. Begriff: Der Name REACH bezeichnet eine in den Mitgliedsstaaten der EU unmittelbar geltende EG-Verordnung mit der Bezeichnung „Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 18.12.2006 zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH) und zur Schaffung einer Europäischen Chemikalienagentur“. Die Verordnung trat am 1.7.2007 in Kraft.

    2. Zielsetzung: Neuregelung der Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe mit dem Ziel, das mangelhafte Wissen über die meisten Chemikalien zu erweitern.Leitgedanke ist, den gesamten Herstellungweg einer chemischen Substanz zu erfassen und sicher zu gestalten. REACH erfasst auch die Verwendung der Stoffe als Bestandteil von Produkten. Die Verordnung verbietet und beschränkt bestimmte gefährliche Stoffe und führt für bes. gefährliche Stoffe ein Zulassungsverfahren ein. Gewerbliche Verwender werden zu einer eigenen Sicherheitsanalyse verpflichtet, wenn der Verwender von den Empfehlungen des Herstellers oder Importeurs abweicht.

    3. Durchführung: Anmeldepflichtig und damit vom REACH-System grundsätzlich erfasst sind Chemikalien, die ab einer Tonne pro Jahr durch einen Hersteller produziert werden. Es handelt sich um ca. 30.000 Stoffe. REACH verlangt von Herstellern und Importeuren, dass sie für die Sicherheit ihrer Chemikalien selber verantwortlich sind. Deshalb müssen sie die zur Bewertung notwendigen Daten beschaffen. Diese Beweislastumkehr wird gekennzeichnet mit den Worten „keine Daten- kein Markt“. Von erheblicher Bedeutung ist die Verordnung für Altstoffe, die vor 1981 in den Handel gebracht wurden. In einem gestuften Verfahren müssen sie genauso wie die Neustoffe auf gefährliche Eigenschaften untersucht werden. Über die Einhaltung wachen die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) in Helsinki und die zuständigen Behörden in Deutschland, nämlich die Bundesstelle für Chemikalien, die bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) angesiedelt ist, und die Bewertungstellen im Umweltbundesamt (UBA), im Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und in der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). Am 1.12.2008 ging die Phase der Vorregistrierung zu Ende, die jene Stoffe betrifft, die gegenwärtig auf dem EU-Markt sind und die die Definition von Phase-in-Stoffen erfüllen.

     

    zuletzt besuchte Definitionen...

      Mindmap REACH Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/reach-51254 node51254 REACH node33843 EU node51254->node33843 node28986 BAuA node51254->node28986 node30396 Bundesanstalt für Arbeitsschutz ... node51254->node30396 node47476 Umweltbundesamt (UBA) node51254->node47476 node47067 Zollunion node33843->node47067 node34608 Europäischer Sozialfonds (ESF) node34608->node33843 node31062 Ausgleichsabgabe node31062->node33843 node42303 sektorale Strukturpolitik node42303->node33843 node28986->node30396 node30677 Bundesoberbehörde node47476->node30677 node32045 Immissionsschutz node47476->node32045 node29079 Abfallwirtschaft node47476->node29079 node35440 Emissionshandel node47476->node35440 node29064 Biozid-Produkte node29064->node30396
      Mindmap REACH Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/reach-51254 node51254 REACH node33843 EU node51254->node33843 node28986 BAuA node51254->node28986 node47476 Umweltbundesamt (UBA) node51254->node47476 node30396 Bundesanstalt für Arbeitsschutz ... node51254->node30396

      News SpringerProfessional.de

      • Exportentwicklung Werkzeugmaschinen

        Ein aktueller Quest Report verbindet Exportmärkte und Durchschnittswerte von Werkzeugmaschinen in Euro und die Wirkung auf die Exporte nach China seit 2008. Steigende Durchschnittswerte von Werkzeugmaschinen gehen demnach mit rückläufigen Exporten nach China einher.

      • Banken genießen großes Vertrauen ihrer Kunden

        72 Prozent der Bankkunden in Deutschland gehen davon aus, dass Kreditinstitute mit ihren persönlichen Daten sorgsam umgehen. Keine andere Branche genießt einer aktuellen Umfrage zufolge höheres Vertrauen.

      • Neue Aufgaben für die Zentrale der Zukunft

        Unternehmen müssen agil und innovativ sein. Das althergebrachte Headquarter, von dem aus alles zentral gesteuert werden soll, scheint dazu nicht passen zu wollen. Muss die Unternehmenszentrale neu erfunden werden? 

      • So geht erfolgreiches Lead Nurturing im B2B-Segment

        Wenn nicht nur Leads, sondern in Folge auch Käufer generiert werden, ist von Lead Nurturing die Rede. Im B2B-Bereich müssen E-Mail-Marketer dafür besonders strategische sowie kontinuierliche Beziehungsarbeit leisten.

      • Globales E-Invoicing ist Herausforderung für Unternehmen

        Unternehmen sind aufgrund staatlicher Vorgaben zunehmend dazu verpflichtet, ihre Rechnungen elektronisch zu erstellen. Doch in jedem Land gelten andere rechtliche Regelungen. Entsprechend komplex gestalten sich die Prozesse. Erster Teil des Gastbeitrags.

      • Auf dem Rechtsweg ins Verderben

        Wer seinen Markt als Eigentum betrachtet und Neueinsteiger juristisch bekämpfen will, kann nur verlieren, meint Springer-Autor und Zukunftsmanager Heino Hilbig. Denn die Klage eines Taxifahrers gegen Moia wird neue Verkehrskonzepte nicht verhindern. 

      • Mit Location Based Marketing auf Neukundenfang

        Deutsche Marketing-Manager sehen in standortbasierter Werbung die Brücke, um Konsumenten online wie offline anzusprechen. Vor allem für die Neukundengewinnung setzen sie auf das Marketinginstrument.

      • Wie der Arbeitsplatz von morgen aussehen wird

        Während der Industrialisierung wanderte die Arbeit aus dem Haushalt in die Fabrik. Heute klopft sie wieder an die Haustür. Die Möglichkeit zu mehr zeitlicher und örtlicher Flexibilität, beispielsweise zur Arbeit im Homeoffice, macht vor keiner Branche mehr halt.

      • Java und JavaScript sind die beliebtesten Programmiersprachen

        Die meisten Softwareingenieure setzen auf Java und JavaScript, wenn es um die Entwicklung von Unternehmensanwendungen geht. Die angeblichen "In"-Programmiersprachen Python & Co. liegen in der Beliebtheitsskala teils weit abgeschlagen hinter den Klassikern.

      • Diese digitalen Marken sind top

        Digitale Dienste dominieren immer stärker die Markenwelt. In den Top 25 der relevantesten Marken Deutschlands machen sich analoge Marken eher rar.

      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Dr. Eggert Winter
      Hessische Staatskanzlei
      Leitender Ministerialrat

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

      Springer Professional - Die Flatrate für Fachzeitschriften und Bücher
      This chapter focuses on one of the most used OR techniques which is optimization with linear programming modeling. This technique suits many problems faced when designing and operating a sustainable solid waste system. Single and multiple …
      Rural India faces a multitude of problems due to its digital divide as compared to the urban areas of the country. Internet of Things (IoT) may help to reduce the divide and lead to the digital development of rural India. Rural IoT can be designed …
      In this study, non-fluorescent cationic extreme pressure lubricant JDLUB-1 was prepared to improve the lubricity for extended reach well drilling. The lubricant was mainly composed of synthetic base oil, oil-soluble and spherical nano-silica …

      Sachgebiete