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Verlustantizipation

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Wertansatz nach HGB. Nach dem Imparitätsprinzip müssen Verluste und Risiken, die am Bilanzstichtag zwar noch nicht realisiert sind, aber aufgrund veränderter Wertverhältnisse als entstanden gelten, durch Abschreibungen oder Bildung von Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften vorweggenommen werden (§ 252 I Nr. 4 HGB). Wegen des Stichtagsprinzips sind nach dem Bilanzstichtag entstehende Verluste nicht zu berücksichtigen. Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens müssen hingegen auf den aktuellen Börsen- oder Marktpreis (als Antizipationswert der zukünftigen Entwicklung) am Abschlussstichtag abgeschrieben werden. Falls kein Börsen- oder Marktpreis festzustellen ist, jedoch der anzunehmende Wert unter den Anschaffungs- oder Herstellkosten am Abschlussstichtag liegt, ist auf jenen beizulegenden Wert abzuschreiben (§ 253 IV HGB).

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Hans-Joachim Böcking
      Goethe-Universität Frankfurt,
      Lehrstuhl für BWL, insbes.
      Wirtschaftsprüfung
      Professor
      Prof. Dr. Peter Oser
      Ernst & Young AG
      Partner, Leiter Grundsatzabteilung Wirtschaftsprüfung, Professional Practice Director
      Prof. Dr. Norbert Pfitzer
      Ernst & Young AG
      Mitglied des Vorstands

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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      Bei zur Nutzung im Unternehmen vorgesehenen Vermögensbestandteilen erweist sich die Bemessung eines—im Verlustfalle—gegenüber den (fortgeführten) Anschaffungs- oder Herstellungskosten geminderten Nutzenpotenzials im Wege direkter Verlustkonkretisieru

      Sachgebiete