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analytische Arbeitsbewertung

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition
    ein Verfahren der Arbeitsbewertung; nach Definition von REFA-Verband für Arbeitsstudien, Betriebsorganisation und Unternehmensentwicklung e.V.Verfahren zur anforderungsabhängigen Entgeltdifferenzierung. Bei der analytischen Arbeitsbewertung wird ein festgelegtes Format von Kriterien oder Merkmalen unabhängig voneinander für alle Tätigkeiten einzeln gewichtet. Die sich ergebenden Teilwerte werden addiert und bilden damit die Grundlage für eine finanzielle Differenzierung in der Vergütung. Dieses Verfahren ermöglicht eine Anwendung der Kriterien ebenso für männer- wie für frauendominierte Tätigkeiten. Dennoch kann es auch im Rahmen der analytischen Arbeitsbewertung zu geschlechtsspezifischen Diskriminierungen kommen. Dies ist bei einer einseitigen Auswahl von Bewertungskriterien der Fall. So werden auch in analytischen Arbeitsbewertungsverfahren beispielsweise psychische Anforderungen, die in Berufen, die traditionell überwiegend von Frauen ausgeübt werden, wie z.B. Erzieherinnen oder in der Krankenpflege, eine wichtige Rolle spielen, oft nicht ausreichend erfasst und entsprechend bewertet. Dann sinddiese Tätigkeiten nicht vollständig und angemessen beschrieben. Dieser Mangel kann jedoch durch eine Erweiterung des Verfahrens behoben werden bzw. durch eine stärkere Berücksichtigung der einzelnen Teiltätigkeiten.

    Das neben dem Genfer Schema bekannteste analytische Arbeitsbewertungsverfahren, das sich systematisch um eine diskriminierungsfreie Arbeitsbewertung bemüht, ist die Analytische Bewertung von Arbeitstätigkeiten nach den Schweizer Arbeitswissenschaftlern Christian Katz und Christof Baitsch (ABAKABA). Es orientiert sich an folgenden diskriminierungsfreien  Punkten:

    • Es handelt sich um ein einheitliches Verfahren für die Bewertung von Stellen.

    • Es trägt dem besonderen Charakter von Arbeit in Dienstleistungsbereichen Rechnung.

    • Es ist ein analytisches Verfahren, d.h. jede Aufgabe wird anhand der Anforderungskriterien differenziert analysiert.

    • ABAKABA entspricht dem EU-Recht; es handelt sich also um ein rechtskonformes Arbeitsbewertungsinstrument.

     

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Thomas Bartscher
      Technische Hochschule Deggendorf
      Professor für die Lehrgebiete Human Resources Management, Innovations- und Transformationsmanagement

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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