Direkt zum Inhalt

Eventualforderungen und -verbindlichkeiten

GEPRÜFTES WISSEN
Über 200 Experten aus Wissenschaft und Praxis.
Mehr als 25.000 Stichwörter kostenlos Online.
Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

zuletzt besuchte Definitionen...

    Ausführliche Definition

    nach §§ 251, 268 VII HGB unter der Bilanz („unter dem Strich”) oder im Anhang von jedem Kaufmann zu vermerkende Haftungsverhältnisse: mögliche Ansprüche aus der Begebung und Übertragung von Wechseln, aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften, aus Gewährleistungen sowie aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten (Eventualverbindlichkeiten (EV)). EV sind also Verbindlichkeiten aus Rechtsbeziehungen, aus denen der Kaufmann nur unter bestimmten Bedingungen, mit deren Eintritt er aber nicht rechnet, in Anspruch genommen werden kann. Sobald Inanspruchnahme zu erwarten, Ausweis als Verbindlichkeit oder Rückstellung. Stehen den EV Rückgriffsforderungen (Eventualforderungen (EF)) gegenüber, so hat dies auf den Ausweis von EV keinen Einfluss (Saldierungsverbot gemäß § 246 II HGB). EF können jedoch auf der Aktivseite „unter dem Strich” angegeben werden.

    Von den EV zu unterscheiden sind die sonstigen Haftungsverhältnisse von finanziellem Gewicht gemäß § 285 Nr. 3, 3a HGB (also nicht passivierungsfähige, mögliche Ansprüche, z.B. mögliche Nachschusspflichten aus einer GmbH-Beteiligung, mögliche Vertragsstrafen, gesetzliche Haftungen); sie sind von nicht kleinen Kapitalgesellschaften (Größenklassen) im Anhang aufzuführen.

    zuletzt besuchte Definitionen...

      Mindmap Eventualforderungen und -verbindlichkeiten Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/eventualforderungen-und-verbindlichkeiten-33153 node33153 Eventualforderungen und -verbindlichkeiten node27057 Anhang node33153->node27057 node36548 Größenklassen node33153->node36548 node40805 Kaufmann node33153->node40805 node43179 Rückstellung node33153->node43179 node50357 Verbindlichkeiten node33153->node50357 node36625 Gewerbesteuer-Rückstellung node36625->node43179 node36007 Grundkapital node36007->node27057 node41890 Jahresabschluss node31208 Abschreibung node31208->node27057 node27057->node41890 node44858 Publikationspflicht node44858->node36548 node46318 Publizität node46318->node36548 node33194 gemischte Konten node33194->node36548 node37870 Jahresabschlussprüfung node36548->node37870 node44905 Rücklagen node44905->node43179 node35001 Handelsgewerbe node40805->node35001 node43179->node50357 node51291 Finanzmarktstabilisierungsfonds node51291->node50357 node52160 Ablösevollmacht node52160->node50357 node34982 Eigenkapital node34982->node50357 node46507 Schulden node50357->node46507 node38551 laufende Rechnung node38551->node40805 node37708 Jahresbilanz node37708->node40805 node37708->node43179 node42278 Provision node42278->node40805 node49684 Unterschiedsbetrag node49684->node27057
      Mindmap Eventualforderungen und -verbindlichkeiten Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/eventualforderungen-und-verbindlichkeiten-33153 node33153 Eventualforderungen und -verbindlichkeiten node40805 Kaufmann node33153->node40805 node50357 Verbindlichkeiten node33153->node50357 node43179 Rückstellung node33153->node43179 node36548 Größenklassen node33153->node36548 node27057 Anhang node33153->node27057

      News SpringerProfessional.de

      • Digitalisierung in Deutschland stagniert

        Nur langsam geht es für die deutsche Wirtschaft bei der Digitalisierung voran, zeigt der Monitoring Report Digital. Die Kernergebnisse: die Wirtschaft stagniert, digitale Vorreiter fehlen und alle warten auf den Breitbandausbau.

      • Forschungsagenda 2030 für die produzierende Industrie

        Die strategische Forschungsagenda der Initiative "manufuture-DE" hat aktuelle und zukünftig relevante Forschungsbedarfe deutscher Industrieunternehmen aus dem Bereich der Produktionstechnik bis zum Jahr 2030 formuliert und priorisiert.

      • "Unternehmen tragen Verantwortung für Konsumenten"

        Wer in der digitalen Welt nicht untergehen will, muss sich einige Kompetenzen aneigen. Sonst frisst die Digitalisierung ihre User, warnen Anabel Ternès und Hans-Peter Hagemes im Gespräch mit Springer Professional. Insbesondere Unternehmen sollten sich ihrer Verantwortung bewusst sein.

      • Digitalisierung schafft Chancen für weibliche Führungskräfte

        Mittlerweile erfüllen zwar die Aufsichtsräte der Dax-30-Unternehmen im Durchschnitt die gesetzliche Frauenquote. Aber gerade in Führungspositionen im operativen Geschäft sind Frauen, auch in der Finanzbranche, immer noch rar gesät. Und das sieht nur in einem Fachbereich besser aus.

      • Verantwortungsvolle Chefs haben mehr Stress

        Ein Chef, der sich seiner Verantwortung im Job bewusst ist, führt ein stressbelastetes Dasein. Zumindest, wenn er sich in einer gehobenen Machtposition befindet. Das haben Wissenschafter herausgefunden.

      • Dax-Vorstände verdienen noch mehr

        Wenn etwas die Gemüter erhitzt, dann sind es immer wieder die exorbitanten Bezüge von Vorständen und Aufsichtsräten von Unternehmen. Eine aktuelle Studie gibt der Diskussion neue Nahrung. Demnach bekommen die CEOs von der Post, Heidelberg Cement, Adidas und Daimler unglaubliche Summen. 

      • Enterprise Social Networks fördern Innovationen

        Der digitale Reifegrad deutschsprachiger Unternehmen verbessert sich zusehends. In allen Bereichen haben digitale Prozesse mittlerweile die analogen Formen der Zusammenarbeit überholt. Doch es gibt noch viel zu tun.

      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Hans-Joachim Böcking
      Goethe-Universität Frankfurt,
      Lehrstuhl für BWL, insbes.
      Wirtschaftsprüfung
      Professor
      Prof. Dr. Peter Oser
      Ernst & Young AG
      Partner, Leiter Grundsatzabteilung Wirtschaftsprüfung, Professional Practice Director
      Prof. Dr. Norbert Pfitzer
      Ernst & Young AG
      Mitglied des Vorstands

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

      Springer Professional - Die Flatrate für Fachzeitschriften und Bücher
      Für Unternehmen stehen viele unterschiedliche Treasury-Management-Systeme (TMS) am Markt zur Verfügung. Welches System als das bestgeeignetste ausgewählt wird, hängt primär von den spezifischen fachlichen Anforderungen des Unternehmens, seiner …
      Die Bilanzierung von Vermögen und Schulden stellt einen wesentlichen Bestandteil der IFRS dar, wobei sowohl die Abgrenzung als auch Ansatz- und Bewertungsvorschriften für verschiedene Arten von Vermögenswerten und Schulden relevant sind. Im Zuge …
      Langfristige Zahlungsverpflichtungen sind in der Bilanz mit ihren abgezinsten Erfüllungsbeträgen anzusetzen. Hierbei stellt die Ermittlung des marktüblichen Diskontierungszinses ein Problem dar, weil dieser am Bilanzstichtag nur für einen Zeitraum …

      Sachgebiete