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Haftungsverhältnisse

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    verschiedene Formen von Verpflichtungen mit subsidiärem Charakter, die noch nicht als Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen ausgewiesen werden dürfen.

    1. Zur Systematik:
    (1) Haftung eigener vertraglicher Verpflichtungen wie z.B. Gewährleistungen aus Lieferung und Leistung;
    (2) Einstehen für fremde Verbindlichkeiten z.B. bei Bürgschaften;
    (3) Allg. gesetzliche Haftung (Haftung);
    (4) Haftungsverhältnisse aus dem Gesellschaftsrecht wie z.B. durch Beteiligung an einer KG oder OHG.

    2. Handelsrecht: Die Haftungsverhältnisse unterliegen dem Grundsatz eingeschränkter Angabepflicht; somit kann die Vermerkpflicht bei bestimmten Voraussetzungen wie z.B. bei Bagatellfällen entfallen. Haftungsverhältnisse sind unter dem Strich (Bilanz) zu vermerken, sofern sie nicht auf der Passivseite auszuweisen sind (§ 251 HGB) oder aufgrund ihres finanziellen Gewichts gemäß § 285 Nr. 3 HGB im Anhang aufzuführen sind.

    Vgl. auch Eventualforderungen und -verbindlichkeiten.

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Hans-Joachim Böcking
      Goethe-Universität Frankfurt,
      Lehrstuhl für BWL, insbes.
      Wirtschaftsprüfung
      Professor
      Prof. Dr. Peter Oser
      Ernst & Young AG
      Partner, Leiter Grundsatzabteilung Wirtschaftsprüfung, Professional Practice Director
      Prof. Dr. Norbert Pfitzer
      Ernst & Young AG
      Mitglied des Vorstands

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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