Direkt zum Inhalt

Geldnutzen

GEPRÜFTES WISSEN
Über 200 Experten aus Wissenschaft und Praxis.
Mehr als 25.000 Stichwörter kostenlos Online.
Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

zuletzt besuchte Definitionen...

    Ausführliche Definition

    1. Individueller Geldnutzen: Nutzen, den ein bestimmter Geldbetrag einem Wirtschaftssubjekt stiftet. Zu unterscheiden: a) Eigentlicher Geldnutzen (Geldbestandsnutzen), nicht-pekuniäre Erträge der Geldhaltung in Form von Sicherheit und Bequemlichkeit beim Tausch. Aufgrund des Geldnutzens ist die reale Geldmenge ein Argument der Nutzenfunktion und führt deshalb zum Realkassenhaltungseffekt.

    b) Derivativer Geldnutzen (Geldstromnutzen): identisch mit dem Nutzen der Güter, welche mit einem bestimmten Geldbetrag erworben werden.

    2. Volkswirtschaftlicher Geldnutzen: Nutzen, der einer Volkswirtschaft als Geldwirtschaft gegenüber einer Naturaltauschwirtschaft entsteht. Die Verwendung von Geld als allg. Recheneinheit und allg. Zahlungs- und Wertaufbewahrungsmittel bietet anerkanntermaßen eine Reihe von Vorteilen, z.B. die Verringerung von Informations- und Transaktionskosten bei der Suche nach Tauschmöglichkeiten in sachlicher und zeitlicher Hinsicht und dadurch der Anreiz zu mehr Tauschhandlungen mit positiven kollektiven Wohlfahrtseffekten. Die Nachteile einer Geldwirtschaft, z.B. die Verselbstständigung des Geldsektors und die sozialen Kosten einer auf Mehrung des persönlichen Geldvermögens ausgerichteten Gesellschaft, werden demgegenüber i.d.R. geringer bewertet.

    zuletzt besuchte Definitionen...

      Mindmap Geldnutzen Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/geldnutzen-35955 node35955 Geldnutzen node32329 Geldwirtschaft node35955->node32329 node46643 Realkassenhaltungseffekt node35955->node46643 node41854 Nutzen node35955->node41854 node37886 Nutzenfunktion node35955->node37886 node32198 Geldmenge node35955->node32198 node39027 Leontief-Lerner-Wohlfahrtsfunktion node39027->node37886 node31465 Arbeit node31465->node32329 node37389 Naturalwirtschaft node32329->node37389 node28760 Dichotomie des Geldes node38751 Neutralität des Geldes node51049 Vermögenseffekt des Geldes node46643->node28760 node46643->node38751 node46643->node51049 node53902 Arrow-Pratt-Maß node53902->node37886 node30730 Bernoulli-Prinzip node36899 Haushaltstheorie node41854->node36899 node37886->node30730 node37886->node36899 node41881 Monetarismus node41881->node32198 node42255 postkeynesianische Geldtheorie node42255->node32198 node36724 Geldvolumen node36724->node32198 node38195 monetäre Finanzinstitute (MFI) node32198->node38195 node41615 Lohngerechtigkeit node41615->node41854 node38132 Nachfrageinterdependenz node38132->node41854 node43013 Preisbereitschaft node43013->node41854 node37271 Naturallohn node37271->node32329
      Mindmap Geldnutzen Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/geldnutzen-35955 node35955 Geldnutzen node41854 Nutzen node35955->node41854 node32198 Geldmenge node35955->node32198 node37886 Nutzenfunktion node35955->node37886 node46643 Realkassenhaltungseffekt node35955->node46643 node32329 Geldwirtschaft node35955->node32329

      News SpringerProfessional.de

      • Persönlichkeit und Motivation müssen stimmen

        Beim Besetzen vakanter Stellen achten Vertriebsleiter oft stärker auf die fachliche Qualifikation der Bewerber als auf deren Persönlichkeit und Motivation. Michael Schwartz, Leiter des Instituts für integrale Lebens- und Arbeitspraxis in Esslingen, erläutert, warum diese beiden Faktoren im Vertrieb so wichtig sind.

      • Neue Recruitingstrategien gegen den Fachkräftemangel

        Für den deutschen Mittelstand wird der Fachkräftemangel zum Geschäftsrisiko, zeigen Studien. Und die Situation soll sich noch verschärfen. Höchsten Zeit also, bei der Personalbeschaffung neue Weg zu gehen, so Gastautor Steffen Michel. 

      • Weniger IPO-Prospekt, dafür mehr Anlegerschutz

        Wer sich bislang per Börsengang Geld am Kapitalmarkt besorgen wollte, musste einen aufwendigen Prospekt erstellen. Eine Neuregelung sorgt jetzt bei kleineren IPOs (Initial Public Offering) für Abhilfe. Wie die Voraussetzungen aussehen, erklärt Rechtsanwalt Jörg Baumgartner in seinem Gastbeitrag.

      • Whatsapp startet Business-Offensive

        Im Servicefall können Verbraucher einige Unternehmen bereits über den Messenger-Dienst Whatsapp kontaktieren. Doch was passiert, wenn der Kundenservice Nachrichten initiativ versendet? Ein neues Business-Tool soll genau das ermöglichen.

      • Kundennutzenmodelle im B2B-Vertrieb von E-Marktplätzen

        Elektronische B2C-Marktplätze müssen ihre über Jahre errungene dominante Marktstellung in Gewinne umzumünzen, ohne ihre Marktstellung zu gefährden. Dazu gehört, Preise für langjährige Händler drastisch zu erhöhen. Kundennutzenmodelle spielen dabei eine wichtige Rolle.

      • "Belastete Geschäftsmodelle sind meistens nicht genug innoviert"

        Der ehemalige Roland-Berger-Krisenberater Thomas Knecht hat an der Spitze von Hellmann den Turnaround des weltweiten Logistikers geschafft. Branche und Wirtschaft fordert er zu mehr Wachsamkeit auf. Im Interview spricht er über Anpassungsfähigkeit und Insolvenzschutz.

      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Oliver Budzinski
      University of Southern Denmark,
      Campus Esbjerg,
      Department of Environmental and
      and Business Economics
      Professor of Business Economics
      PD Dr. Jörg Jasper
      EnBW AG
      Senior Economist
      Prof. Dr. Albrecht F. Michler
      Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf,
      Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät,
      Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre
      außerplanmäßiger Professor

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

      Springer Professional - Die Flatrate für Fachzeitschriften und Bücher
      Mittel, die geeignet sind, Bedürfnisse zu befriedigen — und damit Nutzen zu stiften -, nennen wir Güter; sind diese Güter knapp, d. h. stehen sie (im Verhältnis zu den mit ihrer Hilfe zu befriedigenden Bedürfnissen) nur in begrenzter Menge zur …
      Die Ausführungen dieses Abschnittes enthalten die drei Schwerpunkte allgemeine Analyse des gegenwärtigen Standes der Produktionstechnik zur Herausarbeitung von typischen, den gegenwärtigen technischen Entwicklungstrend kennzeichnenden …
      Die anschließenden Ausführungen der vorliegenden Arbeit haben zum Inhalt, zu diskutieren, in welcher Form ein rational handelnder Aktor zweckmäßigerweise seine Entscheidungen in Unsicherheitssituationen treffen sollte.

      Sachgebiete