Direkt zum Inhalt

Nutzentheorie

GEPRÜFTES WISSEN
Über 200 Experten aus Wissenschaft und Praxis.
Mehr als 25.000 Stichwörter kostenlos Online.
Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

zuletzt besuchte Definitionen...

    Ausführliche Definition

    1. Begriff: Teilbereich der mikroökonomischen Haushaltstheorie.

    2. Unterscheidung: a) Die ältere kardinale Nutzentheorie ordnet jeder Gütermenge eine Nutzengröße (Nutzen) zu, sodass Nutzeneinheiten analog den Gütereinheiten auf einer extensiven Skala kardinal quantifiziert werden können. Aufgrund der damit bestimmbaren Nutzendifferenzen wird auch der Grenznutzen messbar. Formuliert wird die kardinale Nutzentheorie in den Gossenschen Gesetzen.

    b) Die ordinale Nutzentheorie fasst den Nutzen dagegen als eine intensive Größe auf, die nur darüber Auskunft geben kann, ob ein bestimmter Zustand einem anderen vorgezogen wird. Solche Zustände reflektieren konsumierbare Güterkombinationen, die die Grundlage der Analyse ordinaler Bewertungsprozesse bilden. Dabei wird i.d.R., wie auch in der kardinalen Nutzentheorie, davon ausgegangen, dass sich die Nutzenvorstellungen der Haushalte unabhängig von einander bilden. In Ausnahmefällen werden jedoch externe Effekte im Konsumbereich berücksichtigt (vgl. auch Nachfrageinterdependenz). Durch die Zuordnung von Nutzenindices können die Güterkombinationen in Form einer Nutzenindexfunktion in eine Ordnungsfolge gebracht werden, die Widerspruchsfreiheit und Transitivität der Präferenzen (Transitivität (der Präferenzordung)) voraussetzt. Güterkombinationen mit gleichem Nutzenindex gelten im Urteil des Haushalts als gleichwertig und werden durch Indifferenzkurven dargestellt.

    Vgl. auch Wohlfahrtsökonomik.

    zuletzt besuchte Definitionen...

      Mindmap Nutzentheorie Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/nutzentheorie-42118 node42118 Nutzentheorie node36899 Haushaltstheorie node42118->node36899 node32239 Experimentelle Wirtschaftsforschung node38289 Marginalbedingungen node45936 Pareto-Optimum node38289->node45936 node45092 paretianische Wohlfahrtsökonomik node45092->node42118 node45342 Pareto node45342->node45936 node45936->node42118 node45936->node45092 node42741 Ordnungsaxiome node40528 Information node33262 Haushalt node33262->node42118 node46070 Präferenz node46070->node42118 node46070->node42741 node46070->node40528 node46070->node33262 node49831 Unsicherheit node39342 Mikroökonomik node36899->node39342 node30730 Bernoulli-Prinzip node46086 Prospect-Theorie node30730->node46086 node46086->node42118 node46086->node32239 node46086->node49831 node44864 Produktions- und Kostentheorie node37089 Linearhomogenität node36260 Homogenität node36260->node42118 node36260->node36899 node36260->node44864 node36260->node37089 node51019 Theorie der faktischen ... node51019->node36899 node51154 Substitutionseffekt node51154->node36899 node30370 Chicago School node30370->node45936
      Mindmap Nutzentheorie Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/nutzentheorie-42118 node42118 Nutzentheorie node36899 Haushaltstheorie node42118->node36899 node36260 Homogenität node36260->node42118 node46086 Prospect-Theorie node46086->node42118 node46070 Präferenz node46070->node42118 node45936 Pareto-Optimum node45936->node42118

      News SpringerProfessional.de

      • Persönlichkeit und Motivation müssen stimmen

        Beim Besetzen vakanter Stellen achten Vertriebsleiter oft stärker auf die fachliche Qualifikation der Bewerber als auf deren Persönlichkeit und Motivation. Michael Schwartz, Leiter des Instituts für integrale Lebens- und Arbeitspraxis in Esslingen, erläutert, warum diese beiden Faktoren im Vertrieb so wichtig sind.

      • Neue Recruitingstrategien gegen den Fachkräftemangel

        Für den deutschen Mittelstand wird der Fachkräftemangel zum Geschäftsrisiko, zeigen Studien. Und die Situation soll sich noch verschärfen. Höchsten Zeit also, bei der Personalbeschaffung neue Weg zu gehen, so Gastautor Steffen Michel. 

      • Weniger IPO-Prospekt, dafür mehr Anlegerschutz

        Wer sich bislang per Börsengang Geld am Kapitalmarkt besorgen wollte, musste einen aufwendigen Prospekt erstellen. Eine Neuregelung sorgt jetzt bei kleineren IPOs (Initial Public Offering) für Abhilfe. Wie die Voraussetzungen aussehen, erklärt Rechtsanwalt Jörg Baumgartner in seinem Gastbeitrag.

      • Whatsapp startet Business-Offensive

        Im Servicefall können Verbraucher einige Unternehmen bereits über den Messenger-Dienst Whatsapp kontaktieren. Doch was passiert, wenn der Kundenservice Nachrichten initiativ versendet? Ein neues Business-Tool soll genau das ermöglichen.

      • Kundennutzenmodelle im B2B-Vertrieb von E-Marktplätzen

        Elektronische B2C-Marktplätze müssen ihre über Jahre errungene dominante Marktstellung in Gewinne umzumünzen, ohne ihre Marktstellung zu gefährden. Dazu gehört, Preise für langjährige Händler drastisch zu erhöhen. Kundennutzenmodelle spielen dabei eine wichtige Rolle.

      • "Belastete Geschäftsmodelle sind meistens nicht genug innoviert"

        Der ehemalige Roland-Berger-Krisenberater Thomas Knecht hat an der Spitze von Hellmann den Turnaround des weltweiten Logistikers geschafft. Branche und Wirtschaft fordert er zu mehr Wachsamkeit auf. Im Interview spricht er über Anpassungsfähigkeit und Insolvenzschutz.

      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Dirk Piekenbrock
      Duale Hochschule Baden-Württemberg
      seit Juni 2008 im Ruhestand

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

      Springer Professional - Die Flatrate für Fachzeitschriften und Bücher
      Als konstitutives Merkmal einer schwachen Präferenzordnung hat die in Axiom A1 verankerte Transitivität der Präferenzrelation zur Folge, daß jede endliche Alternativenmenge ein Element besitzt, das gegenüber allen anderen zur Entscheidung …
      Das in Axiom A2 verankerte Monotonieprinzip ist notwendig für die in Abschnitt II.D erörterte Unabhängigkeitseigenschaft der subjektiven Erwartungsnutzentheorie, die auf ein in subjektiven Wahrscheinlichkeiten lineares Präferenzfunktional führt.
      Zentraler Gegenstand der Portfoliotheorie ist die Entwicklung von Handlungsempfehlungen für die Portfolioselektion. Es wird die für den (privaten oder professionellen) Portfoliomanager relevante Frage untersucht, wie dieser „vernünftigerweise“ …

      Bücher auf springer.com

      versandkostenfrei von springer.com

      Sachgebiete