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Nutzentheorie

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    1. Begriff: Teilbereich der mikroökonomischen Haushaltstheorie.

    2. Unterscheidung: a) Die ältere kardinale Nutzentheorie ordnet jeder Gütermenge eine Nutzengröße (Nutzen) zu, sodass Nutzeneinheiten analog den Gütereinheiten auf einer extensiven Skala kardinal quantifiziert werden können. Aufgrund der damit bestimmbaren Nutzendifferenzen wird auch der Grenznutzen messbar. Formuliert wird die kardinale Nutzentheorie in den Gossenschen Gesetzen.

    b) Die ordinale Nutzentheorie fasst den Nutzen dagegen als eine intensive Größe auf, die nur darüber Auskunft geben kann, ob ein bestimmter Zustand einem anderen vorgezogen wird. Solche Zustände reflektieren konsumierbare Güterkombinationen, die die Grundlage der Analyse ordinaler Bewertungsprozesse bilden. Dabei wird i.d.R., wie auch in der kardinalen Nutzentheorie, davon ausgegangen, dass sich die Nutzenvorstellungen der Haushalte unabhängig von einander bilden. In Ausnahmefällen werden jedoch externe Effekte im Konsumbereich berücksichtigt (vgl. auch Nachfrageinterdependenz). Durch die Zuordnung von Nutzenindices können die Güterkombinationen in Form einer Nutzenindexfunktion in eine Ordnungsfolge gebracht werden, die Widerspruchsfreiheit und Transitivität der Präferenzen (Transitivität (der Präferenzordung)) voraussetzt. Güterkombinationen mit gleichem Nutzenindex gelten im Urteil des Haushalts als gleichwertig und werden durch Indifferenzkurven dargestellt.

    Vgl. auch Wohlfahrtsökonomik.

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      Mindmap Nutzentheorie Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/nutzentheorie-42118 node42118 Nutzentheorie node36899 Haushaltstheorie node42118->node36899 node32239 Experimentelle Wirtschaftsforschung node38289 Marginalbedingungen node45936 Pareto-Optimum node38289->node45936 node45092 paretianische Wohlfahrtsökonomik node45092->node42118 node45342 Pareto node45342->node45936 node45936->node42118 node45936->node45092 node42741 Ordnungsaxiome node40528 Information node33262 Haushalt node33262->node42118 node46070 Präferenz node46070->node42118 node46070->node42741 node46070->node40528 node46070->node33262 node49831 Unsicherheit node39342 Mikroökonomik node36899->node39342 node30730 Bernoulli-Prinzip node46086 Prospect-Theorie node30730->node46086 node46086->node42118 node46086->node32239 node46086->node49831 node44864 Produktions- und Kostentheorie node37089 Linearhomogenität node36260 Homogenität node36260->node42118 node36260->node36899 node36260->node44864 node36260->node37089 node51019 Theorie der faktischen ... node51019->node36899 node51154 Substitutionseffekt node51154->node36899 node30370 Chicago School node30370->node45936
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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Dirk Piekenbrock
      Duale Hochschule Baden-Württemberg
      seit Juni 2008 im Ruhestand

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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