Direkt zum Inhalt

Gut

GEPRÜFTES WISSEN
Über 200 Experten aus Wissenschaft und Praxis.
Mehr als 25.000 Stichwörter kostenlos Online.
Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

zuletzt besuchte Definitionen...

    Ausführliche Definition

    1. Begriff: materielles oder immaterielles Mittel zur Befriedigung von menschlichen Bedürfnissen; insofern vermag es Nutzen zu stiften.

    2. Arten: Im Gegensatz zu freien Gütern unterliegen ökonomische bzw. wirtschaftliche Güter der Knappheit (knappes Gut). Nur letztere sind Gegenstand des wirtschaftenden Handelns von Menschen, wie es die Mikroökonomik untersucht. Unterliegt ein Gut nicht dem Ausschlussprinzip und zudem der Nichtrivalität des Konsums, so wird auch von einem (geborenen) öffentlichen Gut gesprochen. Im Gegensatz dazu sind beim privaten Gut die Eigentumsrechte einem Besitzer genau zugeordnet. Bei den meritorischen Gütern handelt es sich grundsätzlich um private Güter, bei denen aber auf eine Anwendung des Ausschlussprinzips aus gesellschaftlichen Gründen verzichtet wird, z.B. wegen sozialer Aspekte oder beim Vorliegen externer Effekte nach R. Musgrave. Zur direkten Bedürfnisbefriedigung sind nur Konsumgüter in der Lage, während die Gütereigenschaft der Kapitalgüter bzw. Produktionsgüter über den Produktionsprozess abgeleitet ist. Kurzlebige Konsumgüter sind Gebrauchsgüter wie z.B. Nahrungsmittel. Liegen kurzfristige Produktionsgüter vor, dann handelt es sich um Werkstoffe (Rohstoffe, Hilfsstoffe und Betriebsstoffe). Langlebige Konsumgüter, wie privat genutzte Pkw, sind ebenso wie langlebige Produktionsgüter (Betriebsmittel) über einen längeren Zeitraum nutzbar. Der wirtschaftliche Wert eines knappen Gutes ist eine Größe, die von den subjektiven Bedürfnissen der wirtschaftenden Menschen bestimmt wird. Neben dieser subjektiven Wertlehre (Neoklassik; Grenznutzenschule) gibt es die objektive Arbeitswertlehre. Letztgenannte bemisst den Wert eines Gutes in Abhängigkeit der zur Produktion notwendigen Arbeitskraft.

    Vgl. auch Erfahrungsgut, Vertrauensgut, Suchgut, Individualgut, inferiores Gut, superiores Gut, heterogene Güter, homogene Güter, arbeitsintensives Gut, kapitalintensives Gut, Dienstleistungen, meritorisches Gut, Produktivgut.

    zuletzt besuchte Definitionen...

      Mindmap Gut Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/gut-36114 node36114 Gut node41854 Nutzen node36114->node41854 node42118 Nutzentheorie node42919 Produzentenrente node42919->node36114 node46701 Preis node42919->node46701 node39342 Mikroökonomik node42919->node39342 node39569 Konsumentenrente node42919->node39569 node42697 Prohibitivpreis node42697->node36114 node42915 Preisabsatzfunktion node30856 Bedürfnis node43524 Sättigungsmenge node43524->node36114 node43524->node42697 node43524->node42915 node43524->node30856 node34476 Indifferenzkurve node41942 Präferenzordnung node41942->node36114 node43884 Nutzenindexfunktion node43884->node36114 node43884->node42118 node43884->node34476 node43884->node41942 node36899 Haushaltstheorie node43884->node36899 node41854->node36899 node46701->node36114 node39342->node36114 node42314 Standardgut node42314->node36114 node42314->node46701 node42314->node39342 node41615 Lohngerechtigkeit node41615->node41854 node38132 Nachfrageinterdependenz node38132->node36114 node38132->node41854 node43013 Preisbereitschaft node43013->node41854 node39569->node36114
      Mindmap Gut Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/gut-36114 node36114 Gut node41854 Nutzen node36114->node41854 node42314 Standardgut node42314->node36114 node43884 Nutzenindexfunktion node43884->node36114 node43524 Sättigungsmenge node43524->node36114 node42919 Produzentenrente node42919->node36114

      News SpringerProfessional.de

      • "Ignoranz versucht, einen anderen zum Nichts zu machen"

        Sie wirken auf den ersten Blick harmlos: Ignoranzfallen am Arbeitsplatz. Dabei handelt es sich um Mobbing, um subtile seelische Gewalt, die Mitarbeitern an die Nieren geht. Springer-Autorin Lilo Endriss erklärt im Interview, warum Ignoranzfallen so tückisch sind.

      • Verbraucher können bald gemeinsam klagen

        Der Bundestag hat entschieden: Ab November ist es Verbrauchern möglich, über Verbände eine Musterfeststellungsklage gegen Unternehmen einzureichen, um gemeinsam Schadensersatz zu fordern. Die Opposition sieht das Gesetz kritisch.

      • Psychopath und Psychopath gesellt sich gern

        Menschen mit psychopathischen Tendenzen sind unter rüden Chefs zu Bestleistungen fähig, so eine Studie. Was nach einer Win-Win-Situation für stressige Arbeitsumfelder klingt, hat auch seine Kehrseiten.

      • Wie agil sind Unternehmen wirklich?

        Großunternehmen und Konzerne müssen große Veränderungen bei der Entwicklung und Umsetzung von digitalen Kundenstrategien bewältigen. Customer Experience-Verantwortliche sehen hier noch zuviel Silodenken in den Unternehmen.

      • Was Made in China 2025 für Europa bedeutet

        Europäische Manager schauen häufig nur nach Westen, wenn sie auf der Suche nach den neuesten Trends sind. Dagegen sollten wir unseren Blick viel stärker nach Osten – genauer nach China – ausrichten, wenn wir erkennen wollen, welche Entwicklungen die Welt herausfordern werden, meint Springer-Autor Ralf T. Kreutzer.

      • "Im Einkauf erwarte ich für KI noch einen großen Schub"

        Die Wolf GmbH hat die digitale Transformation im Einkauf stark vorangetrieben. Der Systemanbieter für Heiz-, Klima- und Lüftungstechnik fördert schnelle Prozesse durch technologischen und organisatorischen Fortschritt, so Purchasing Director Ernst Kranert im Interview.

      • Warum Unternehmen ein Fehlermanagement brauchen

        Fehler werden mit schlampiger Arbeit assoziiert. Dabei haben sie häufig mit belastenden Situationen in Unternehmen zu tun. Wie Manager mit Fehlern umgehen sollten und was sie von Piloten lernen können, beschreibt Gastautor Jan U. Hagen.

      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Manfred Kirchgeorg
      HHL Leipzig Graduate School of Management,
      Lehrstuhl für Marketingmanagement
      Professor
      Prof. Dr. Dirk Piekenbrock
      Duale Hochschule Baden-Württemberg
      seit Juni 2008 im Ruhestand
      Dr. Andreas Szczutkowski
      Universität Bielefeld, Fakultät Wirtschaftswissenschaften
      Wissenschaftlicher Assistent

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

      Springer Professional - Die Flatrate für Fachzeitschriften und Bücher
      Für Kreditgespräche müssen Unternehmen viele Dokumente vorlegen, auch wenn sie finanziell fit sind. Sascha Kugler und Steffen Girmscheid geben im Kapitel Tipps für Verhandlungen mit Finanzierungspartnern.
      „Kommunikation – und Mensch sein – ist nicht einfach … aber überraschend wendungsreich.“ So hat es die deutsche Dichterin Damaris Wieser einmal beschrieben. Tatsächlich ist Kommunikation ein komplexes Gebilde. Was verstehen Sie unter …
      Manager müssen vor allem zwei Dinge beherrschen: Gut führen und erfolgreich verhandeln. Der Springer-Autor Frank Przybylski verrät im Buchkapitel die drei Dimensionen guten Verhandelns und welche Grundtypen von Menschen Verhandlern beispielsweise bei Preisgesprächen begegnen können. 

      Sachgebiete

      Interne Verweise