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Netzwerkgüter

Definition

Netzwerkgüter sind Waren und Dienstleistungen, die Interaktion mit anderen Anwendern ermöglichen. Sie unterschieden sich von anderen Gütern dadurch, dass sie um so wertvoller werden, je mehr Personen das gleiche Gut konsumieren wie z. B. Betriebssysteme, Kreditkarten-Systeme, Social-Media-Platfformen.

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Netzwerkgüter sind Waren und Dienstleistungen, die Interaktion mit anderen Anwendern ermöglichen. Sie unterscheiden sich von anderen Gütern dadurch, dass sie um so wertvoller werden, je mehr Personen das gleiche Gut konsumieren. Netzwerkgüter erzeugen durch den Konsum also positive externe Effekte.

    Der Wert eines Netzwerkgutes hängt wesentlich davon ab, wie weit es bei anderen Nutzern eines Netzwerkes verbreitet ist. Netzwerkgüter zeichnen sich durch Skalenerträge aus, die auf der Nachfrageseite wirksam werden: Der Grenznutzen für den Einzelnen wird von der Gesamtzahl der Nutzer beeinflusst, da sich mit zunehmender Nutzerzahl die Transaktionskosten z. B. in Form von Anbahnungs-  und Abstimmungskosten verringern. Die Anzahl der in einem Netz verknüpften Elemente beeinflusst also den Gesamtnutzen (positiver Netzwerkeffekt).

    Der Wert eines Netzwerkgutes besteht aus einem Synchronisationswert und einem Autarkiewert:

    -Der Synchronisationswert ergibt sich aus der Interaktion mit anderen Anwendern. So steigt der Nutzen einer Kommunikationstechnologie mit der Zahl der Nutzer.

    -Der Autarkiewert besteht hingegen ohne den Synchronisationswert. Ein reines Netzwerkgut hat einen Autarkiewert von Null:  Ohne die Interaktion mit anderen Nutzern ist es wertlos.

    Netzwerkgüter stellen nur einen kleinen Bereich der Güterwelt dar. Klassische Netzwerkgüter sind z. B. Informationsgüter wie Betriebssysteme, Kreditkarten-Systeme, Social-Media-Platfformen.  

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