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Präferenzordnung

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    in der Haushaltstheorie die widerspruchsfreie, d.h. transitive und reflexive Anordnung der gesamten Präferenzen eines Haushalts, die kurzfristig als nicht oder nur wenig veränderlich sowie i.d.R. von den Präferenzen anderer Haushalte unabhängig angenommen wird. Anhand der Präferenzordnung können die zur Wahl stehenden Güterbündel bewertet werden und lassen sich dann unter bestimmten Bedingungen durch eine Schar von Indifferenzkurven wiedergeben. Bei ordinaler Nutzenmessung ist diese in eine Nutzenindexfunktion überführbar. Somit kann bei Nutzenmaximierung unter gegebener Budgetrestriktion für jedes Gut eine Nachfragefunktion aus der Präferenzordnung  abgeleitet werden. Werden externe Effekte des Konsumverhaltens (Nachfrageinterdependenz) zugelassen, sind die Präferenzordnungen der Haushalte nicht mehr autonom und im Zeitablauf stabil, sondern durch die gesellschaftliche Umwelt beeinflusst. Dabei können von der Angebotsseite aus die Präferenzen einerseits durch Werbung beeinflusst werden, anderseits können durch neue und veränderte Güter im wirtschaftlichen Entwicklungsprozess neue Bedürfnisse geweckt werden bzw. gegebene Bedürfnisse auf andere Weise befriedigt werden. Die gegenseitige Beeinflussung der Präferenzordnung  durch die Haushalte wird für bestimmte Fälle durch den Mitläufereffekt, den Snobeffekt sowie den Vebleneffekt (Demonstrativkonsum) beschrieben. Schließlich können sich die Präferenzordnungen  durch Konsumakte selbst ändern, indem Konsumenten im Zeitablauf Erfahrungen sammeln, aus diesen lernen und Gewohnheiten bilden (Erfahrungsgut).

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      Mindmap Präferenzordnung Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/praeferenzordnung-41942 node41942 Präferenzordnung node38130 Nachfragetheorie des Haushalts node41942->node38130 node36899 Haushaltstheorie node41942->node36899 node33262 Haushalt node41942->node33262 node36114 Gut node41942->node36114 node33503 Erfahrungsgut node41942->node33503 node29229 Condorcet-Paradoxon node27264 Arrow-Unmöglichkeitstheorem node49788 Theorie der Kollektiventscheidungen node40028 kollektive Präferenz(relation) node40028->node41942 node40028->node29229 node40028->node27264 node40028->node49788 node40735 Konsument node42741 Ordnungsaxiome node42741->node41942 node42741->node40735 node42741->node36899 node42741->node33262 node38130->node36899 node38130->node33503 node51154 Substitutionseffekt node38130->node51154 node42381 Slutsky-Hicks-Gleichung node38130->node42381 node39342 Mikroökonomik node36899->node39342 node33503->node33262 node33503->node36114 node51019 Theorie der faktischen ... node51019->node36899 node51154->node36899 node42118 Nutzentheorie node42118->node36899
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      • Neue Recruitingstrategien gegen den Fachkräftemangel

        Für den deutschen Mittelstand wird der Fachkräftemangel zum Geschäftsrisiko, zeigen Studien. Und die Situation soll sich noch verschärfen. Höchsten Zeit also, bei der Personalbeschaffung neue Weg zu gehen, so Gastautor Steffen Michel. 

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        Der ehemalige Roland-Berger-Krisenberater Thomas Knecht hat an der Spitze von Hellmann den Turnaround des weltweiten Logistikers geschafft. Branche und Wirtschaft fordert er zu mehr Wachsamkeit auf. Im Interview spricht er über Anpassungsfähigkeit und Insolvenzschutz.

      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Dirk Piekenbrock
      Duale Hochschule Baden-Württemberg
      seit Juni 2008 im Ruhestand

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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      Im Rahmen der individuellen Entscheidungstheorie finden partielle Präferenzordnungen immer stärker Beachtung. Fehlt die Angabe, ob ein Entscheider eine Alternative strikt präferiert oder indifferent ist, so mag dies schlicht daran liegen, dass kein V
      Rationales Verhalten bedeutet in der ökonomischen Theorie, dass Individuen Handlungsalternativen in eine logisch konsistente Präferenzordnung bringen und schließlich die am höchsten eingeordnete Alternative wählen. Das wurde bereits in Kap. 2 …
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