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Handelsbilanz II

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    1. Begriff: Die Aufstellung einer Handelsbilanz II ist eine vorbereitende Maßnahme zur Erstellung eines Konzernabschlusses. Handelsbilanzen II werden aus den jeweiligen, in den Konzernabschluss einbezogenen Einzelabschlüssen (Handelsbilanz I) abgeleitet.

    2. Die Erstellung von Handelsbilanzen II ist erforderlich:
    (1) Um die Gliederungen der zu konsolidierenden Einzelabschlüsse einander anzupassen;
    (2) um gemäß § 300 HGB die Bilanzansätze (Bilanzierung dem Grunde nach) in den Einzelabschlüssen an dem für das Konzernmutterunternehmen gültigen Recht auszurichten (danach sind Aktiva und Passiva vollständig zu erfassen, Bilanzierungswahlrechte können im Konzernabschluss anders als in den Einzelabschlüssen ausgeübt werden);
    (3) um gemäß § 308 HGB eine einheitliche Bewertung in den zu konsolidierenden Einzelabschlüssen zu erreichen (Bewertungsmaßstab: die auf den Jahresabschluss des Mutterunternehmens anwendbaren Bewertungsmethoden; Bewertungswahlrechte können im Konzernabschluss anders als in den Einzelabschlüssen ausgeübt werden);
    (4) um Währungsumrechnungen bei ausländischen Einzelabschlüssen vorzunehmen. Die Umgestaltung der Einzelabschlüsse in Handelsbilanzen II ist i.d.R. erfolgswirksam und beeinflusst dann das Konzernergebnis, ggf. mehrerer Jahre.

    Beispiel: Änderungen der Bewertung im abnutzbaren Sachanlagevermögen bewirken unterschiedliche Abschreibungen im Einzelabschluss und der Handelsbilanz II für die Restnutzungsdauer.

    Es sind also u.U. umfangreiche Nebenrechnungen erforderlich.

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      Mindmap Handelsbilanz II Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/handelsbilanz-ii-32917 node32917 Handelsbilanz II node41412 Konzernabschluss node32917->node41412 node40805 Kaufmann node45866 Quotenkonsolidierung node44421 Realisationsprinzip node50126 Vollkonsolidierung node50126->node32917 node50126->node45866 node33063 Equity-Methode node50126->node33063 node47957 Zwischenergebniseliminierung node47957->node32917 node47957->node44421 node47957->node50126 node47957->node41412 node44823 schwebende Geschäfte node36816 Handelsbilanz node44823->node36816 node46212 Steuerausgleichskonto node46212->node36816 node32604 Finanzierungsbilanz node32604->node36816 node41890 Jahresabschluss node41412->node41890 node41175 Mehr- und Wenigerrechnung node42390 Steuerbilanz node36816->node32917 node36816->node40805 node30842 abgeleitete Bilanz node30842->node32917 node30842->node41175 node30842->node42390 node30842->node36816 node32818 finanzwirtschaftliche Bewegungsbilanz node32818->node41412 node31817 Bankbilanz node31817->node41412 node39090 Notes node39090->node41412
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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Bernhard Pellens
      Univ. Bochum,
      Lehrstuhl für Internationale Unternehmensrechnung,
      FB Wirtschaftswissenschaft
      Lehrstuhlinhaber
      Dipl. Ök. Torben Rüthers
      Univ. Bochum,
      Lehrstuhl für Internationale Unternehmensrechnung,
      FB Wirtschaftswissenschaft
      wissenschaftlicher Mitarbeiter
      Prof. Dr. Thorsten Sellhorn
      WHU – Otto Beisheim School of Management,
      Lehrstuhl für Externes Rechnungswesen
      Lehrstuhlinhaber

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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      Rechtsquellen: Conceptual Framework, IAS 38 Lernziele: Umgang mit Standards und ihrer Systematik; Abgrenzung immaterieller von anderen Vermögenswerten; Aktivierungsvoraussetzungen für (immaterielle) Vermögenswerte
      Die Science Fiction GmbH mit Sitz in Lemhaus überlegt, in der Rechnungslegung auf IFRS umzustellen. Um die Umstellungswirkungen abschätzen zu können, sollen einige – insbesondere als immateriell vermutete - Sachverhalte auf ihren Bilanzansatz nach IF
      Die Science Fiction GmbH mit Sitz in Lemhaus überlegt, in der Rechnungslegung auf IFRS umzustellen. Um die Umstellungswirkungen abschätzen zu können, sollen einige – insbesondere als immateriell vermutete – Sachverhalte auf ihren Bilanzansatz nach IF

      Sachgebiete