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Hysterese

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Hysteresis; aus der Physik übernommene Bezeichnung für die länger anhaltende Nachwirkung der historischen Werte von ökonomischen Variablen auf ihre aktuellen Werte. Das Phänomen der Hysterese wurde v.a. im Zusammenhang mit der natürlichen Arbeitslosigkeit diskutiert. Danach führt eine hohe Arbeitslosigkeit der Gegenwart, die als Folge exogener Schocks (wie Ölpreisschocks) entstanden ist, auch nach dem Fortfall dieser Schocks zu keinem Rückgang, sondern zu einem Anstieg der künftigen natürlichen Arbeitslosigkeit. Hysterese bedeutet in diesem Zusammenhang also das Fortbestehen hoher (Sockel-)Arbeitslosigkeit, auch wenn die Ursache dafür nicht mehr existent ist.

    Mögliche Gründe hierfür: Arbeitslosigkeit führt zu Qualifikationseinbußen und erschwert somit das Finden einer neuen Beschäftigung; Arbeitslosigkeit führt zu Frustration und verringert die Bereitschaft, aktiv nach einem neuen Arbeitsplatz zu suchen.

    Vgl. auch Wechselkurshysterese, Insider-Outsider-Theorien.

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Hans-Werner Wohltmann
      Universität Kiel,
      Institut für Volkswirtschaftslehre
      Lehrstuhlinhaber

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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