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OPEC

(weitergeleitet von Organisation der Erdöl exportierenden Länder)

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition
    Abk. für Organization of the Petroleum Exporting Countries, Organisation der Erdöl exportierenden Länder; im September 1960 in Bagdad gegründeter Zusammenschluss Erdöl exportierender Länder (Irak, Iran, Kuwait, Saudi-Arabien, Venezuela) mit Sitz in Wien.

    Mitglieder: Neben den fünf Gründungsländern sind noch Algerien (1969), Katar (1961-2019), Libyen (1962), Nigeria (1971), die Vereinigten Arabischen Emirate (1967), Ecuador (1973-1992, erneut seit 2007), Angola (2007), Gabun (1975-1995, erneut seit 2016), Äquatorialguinea (2017) und die Republik Kongo (2018) beigetreten (Mitgliedschaft/Beitrittsjahr in Klammern); Indonesien (1962-2008, 2016) und Katar (1961-2019) sind ehemalige Mitgliedsstaaten; OPEC steht für Netto-Ölexportländer mit ähnlichen politischen Interessen offen.

    Organisation: Oberstes Organ ist die Konferenz der Ölminister. Die Leitung obliegt einem Gouverneursrat, in dem alle Mitglieder vertreten sind, unterstützt von einem Sekretariat. Als Sonderorgan fungiert mit eigenem Staat die Wirtschaftskommission, deren Aktivititäten auf einer Förderung der Aktivität der internationalen Erdölpreise abzielen.

    Ziel: Gemeinsame Preis- und Mengenpolitik gegenüber den multinationalen Erdölgesellschaften zur Steigerung der Exporterlöse.

    Bedeutung: Die Bedingungen für den Erfolg der OPEC als Rohstoffkartell waren anfänglich günstig. Es gelang, den Ölpreis von knapp 2 US-Dollar pro Barrel (159 l) zu Beginn der 1970er-Jahre innerhalb von zehn Jahren auf über 30 US-Dollar zu steigern. Die arabischen OPEC-Länder legten einen großen Teil ihrer Erlöse in den Industriestaaten an (Recycling der Petro-Dollars). Seit Anfang der 1980er-Jahre hat der Einfluss der OPEC auf den Ölpreis stark abgenommen, da die Industriestaaten ihre Ölabhängigkeit erheblich vermindern konnten und das Angebot aus Nicht-OPEC-Staaten beträchtlich zunahm. Interessenheterogenität führte zum Überschreiten vereinbarter Förderquoten. Eine drastische Produktionsausweitung Saudi Arabiens Anfang 1986 führte zu einem Sturz der Weltmarktpreise auf zeitweilig unter 10 US-Dollar. Zu Beginn 2003 war der Ölpreis z.B. stark vom Irak-Krieg geprägt. So schwankte er zwischen 34 und 24 US-Dollar pro Barrel. Bis 2008 stieg in verschiedenen Schüben der Ölpreis bis zu seinem bisherigen Höchstpreis von rund 147 US-Dollar. Im Zuge der durch die Finanzkrise ausgelösten Weltwirtschaftskrise sank der Ölpreis 2009 zeitweise deutlich unter 50 US-Dollar je Barrel. 2010 feierte die OPEC ihr 50-Jähriges Bestehen.
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