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Schrift

Definition

Der Begriff der Schrift zielt auf Zeichensysteme, die Daten, Informationen und Wissen sowie Emotionen vermitteln. Es kann sich um Handschrift handeln oder um Maschinengeschriebenes (das mit Hilfe von bzw. von Maschinen erstellt wurde). Die Schrift wird von Menschen oder Maschinen gelesen. Sie bildet sich aus Schriftzeichen sowie Sonderzeichen (einschließlich Satzzeichen) und Regelapparat (Orthografie und Grammatik).

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    Ausführliche Definition

    Inhaltsverzeichnis

    1. Allgemein
    2. Entwicklung und Merkmale
    3. Wissenschaft und Wirtschaft
    4. Kritik und Ausblick

    Allgemein

    Der Begriff der Schrift zielt auf Zeichensysteme, die Daten, Informationen und Wissen sowie Emotionen vermitteln. Es kann sich um Handschrift handeln oder um Maschinengeschriebenes (das mit Hilfe von bzw. von Maschinen erstellt wurde). Die Schrift wird von Menschen oder Maschinen gelesen. Sie bildet sich aus Schriftzeichen sowie Sonderzeichen (einschließlich Satzzeichen) und Regelapparat (Orthografie und Grammatik). Auch Symbole und Bilder sind von Bedeutung, als Vorgänger der Zeichen oder Bestandteile der Schrift.

    Entwicklung und Merkmale

    Die Schrift entstand wohl im 4. Jahrtausend v.u.Z. in Vorderasien. Wurden damals u.a. Steintafeln zur Niederschrift verwendet, kamen später Pergament, Papyrus und Papier auf. Es wurde gemeißelt und geritzt respektive mit Farbe und Tinte gearbeitet. Heute sind vielfach digitale Speicher im Einsatz. Gestempelt und gedruckt hat man bereits in der Antike und im frühen Mittelalter. Im 15. Jahrhundert erfand Johannes Gutenberg den modernen Buchdruck, der Schrift und Bild zur Massenware machte. In der Gegenwart beeinflussen Emoticons und Emojis (Bildschriftzeichen) die Schrift, in Diensten wie E-Mail, Chat und Instant Messaging und bei Geräten wie Notebooks und Smartphones.

    Wissenschaft und Wirtschaft

    In der Philosophie wurde die Mündlichkeit eines Sokrates von der Schriftlichkeit des Platon und des Aristoteles abgelöst. Die Schrift ist Grundlage jeder Wissenschaft. Zu den ältesten Schriftstücken gehören Wirtschaftstexte. In der Antike spielte die Schrift auf dem Marktplatz ebenso eine Rolle wie beim Besuch von Bordellen (Namen der Prostituierten an der Wand). Der Begriff der Digitalisierung bezog sich ursprünglich auf die Umwandlung von Handschriften, Drucksachen, Kunstwerken etc. im Kontext der Datenverarbeitung. Die Textverarbeitung hat Einfluss auf die Typographie und auf die Orthografie, nicht zuletzt durch falsche Vorschläge in den Standardprogrammen. Unternehmen schenken der einheitlichen Kunden- und Mitarbeiteransprache, dem Tone of Voice, immer mehr Beachtung.

    Kritik und Ausblick

    Die Schrift ist wichtiges Kulturgut und -werkzeug sowie wesentliche Grundlage der Menschheitsentwicklung. Sie ermöglicht die Bewahrung von Wissen ebenso wie dessen Verzerrung und Verfälschung. Die Notenschrift erlaubt das Festhalten von Musikstücken, die Lautschrift das Abbilden des Gesprochenen, die Blindenschrift die Teilhabe von Behinderten. Lesen und Schreiben ermöglichen Informiertheit, Wissensaufbau und Bildung, ein Zusammenhang, der von Pädagogik, Psychologie und Informationsethik thematisiert werden kann. Die einheitliche Kunden- und Mitarbeiteransprache mit ihrer Beziehung zur Markenpersönlichkeit und ihrer Beschränkung des Handlungsspielraums ist Gegenstand der Wirtschaftsethik.

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Oliver Bendel
      Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW, Hochschule für Wirtschaft, Institut für Wirtschaftsinformatik
      Professor für Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsethik, Informationsethik und Maschinenethik

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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