Direkt zum Inhalt

Wesentlichkeit

GEPRÜFTES WISSEN
Über 200 Experten aus Wissenschaft und Praxis.
Mehr als 25.000 Stichwörter kostenlos Online.
Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

zuletzt besuchte Definitionen...

    Ausführliche Definition

    Inhaltsverzeichnis

    1. Rechnungswesen
    2. Wirtschaftsprüfung

    Rechnungswesen

    Materiality, Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung (GoB).

    Wirtschaftsprüfung

    Nach der Terminologie des Prüfungsstandards Nr. 250 des Instituts der Wirtschaftsprüfer, „besagt der Grundsatz der Wesentlichkeit in der Abschlussprüfung, dass die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes…darauf auszurichten ist, mit hinreichender Sicherheit falsche Angaben aufzudecken, die auf Unrichtigkeiten oder Verstöße zurückzuführen sind und die wegen ihrer Größenordnung oder Bedeutung einen Einfluss auf den Aussagewert der Rechnungslegung für die Abschlussadressaten haben. Durch die Berücksichtigung des Kriteriums der Wesentlichkeit in der Abschlussprüfung erfolgt die Konzentration auf entscheidungserhebliche Sachverhalte.“

    Um den Grundsatz richtig zu verstehen, muss man wissen, dass das Management, wenn es einen ungeprüften Jahresabschluss vorlegt, erklärt, dass alle Positionen erfasst wurden, dem Unternehmen unter rechtlichen oder wirtschaftlichen Gesichtspunkten gehören, tatsächlich existieren, den gesetzlichen Bestimmungen entsprechend richtig bewertet, korrekt ausgewiesen und genau ermittelt wurden. Den Erklärungen des Managements, die für den kritischen Wirtschaftsprüfer zunächst nur Behauptungen sind, stehen dessen (gleichnamige) Prüfungsziele gegenüber, denn er muss den Nachweis führen, dass die einzelnen Aussagen zur Vollständigkeit, zum Eigentum, zum Bestand, zur Bewertung, zum Ausweis und zur Genauigkeit stimmen. Wesentlichkeit bedeutet dann, dass die Prüfungsziele nach Lage des Unternehmens richtig gewichtet sind und mit sachgerechten Methoden (Vergleich, Augenscheinnahme, Befragung, Beobachtung, Bestätigung, Einsichtnahme und Nachrechnen) verfolgt werden (Prüfungstechnik). So werden z.B. bei einem unter Ertragsdruck stehenden Unternehmen Fragen nach dem Bestand der Forderungen eine größere Rolle spielen als Fragen nach der mathematisch korrekten Ermittlung von Abschreibungen auf den Fuhrpark.

     

    zuletzt besuchte Definitionen...

      Mindmap Wesentlichkeit Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/wesentlichkeit-48295 node48295 Wesentlichkeit node52274 entscheidungserhebliche Sachverhalte node48295->node52274 node52256 Eigenverantwortlichkeit des Wirtschaftsprüfers node48295->node52256 node52277 Prüfungsziele node48295->node52277 node39363 Materiality node48295->node39363 node52278 Prüfungstechnik node48295->node52278 node52274->node52277 node44421 Realisationsprinzip node52274->node44421 node51214 Systemgeschäft node52274->node51214 node52276 Prüfungskonzept node52276->node52277 node52276->node52278 node52256->node52277 node52256->node52278 node35474 Fremdwährungsforderungen node32782 Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ... node35474->node32782 node39363->node32782 node50366 True and Fair ... node39363->node50366 node41890 Jahresabschluss node39363->node41890 node46164 Rechnungslegung node39363->node46164 node35239 Grundsätze ordnungsmäßiger Konzernrechnungslegung ... node35239->node32782 node41155 Maßgeblichkeitsprinzip node41155->node32782 node29937 Deutscher Rechnungslegungs Standard ... node32782->node48295 node32782->node29937 node52278->node52277
      Mindmap Wesentlichkeit Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/wesentlichkeit-48295 node48295 Wesentlichkeit node39363 Materiality node48295->node39363 node32782 Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ... node48295->node32782 node52274 entscheidungserhebliche Sachverhalte node48295->node52274 node52277 Prüfungsziele node48295->node52277 node52278 Prüfungstechnik node48295->node52278

      News SpringerProfessional.de

      • Was Arbeit in Europa kostet

        Für eine Arbeitsstunde zahlt die deutsche Wirtschaft durchschnittlich 34,1 Euro. Doch bei den Arbeitskosten gibt es zwischen den EU-Mitgliedstaaten deutliche Unterschiede: Es geht noch teurer – aber auch viel billiger.

      • "Das Silicon Valley ist nicht über Nacht entstanden"

        Wenn es ein Digitalisierungs-Mekka gibt, in das deutsche Manager pilgern, ist es das Silicon Valley. Was Unternehmen von den US-Vorreitern lernen und ob sie die 180-Grad-Wende schaffen können, beantworten Sven Grote und Rüdiger Goyk im Gespräch.

      • Utility 4.0 – mehr als eine Worthülse?

        Vierpunktnull auf Teufel komm raus. Kein Themengebiet scheint heute ohne das Zahlenkürzel '4.0' auszukommen. Mit Utility 4.0 ist dieses Phänomen nun auch im Energiesektor angekommen. Zu Recht?

      • Das blaue Jobwunder der Digitalisierung

        Immer mehr Studien prognostizieren, dass die digitale Transformation insgesamt keine Arbeitsplätze kostet. Denn es entstehen auch jede Menge neue Jobs. Die erfordern jedoch andere Kompetenzen.

      • Starke Teams lassen Risiken zu

        "Werde eins mit deinem Projekt", proklamierte vor Jahren eine Baumarktkette. Ein kerniger Slogan, der seine Parallele in einer Google-Studie findet: Teammitglieder die risikobereit in ihrer Aufgabe aufgehen, arbeiten effektiver.

      • "Freibeträge in Abfindungsregelungen wieder einführen"

        Seit 1. Januar gilt die Institutsvergütungsverordnung (IVV). Mit ihr wurden in erster Linie die Anforderungen der Leitlinien der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde EBA für eine solide Vergütungspolitik in deutsches Recht umgesetzt. Wie sich das auf die Personal- und Abfindungsstrategien bei den Banken auswirkt, erklärt Jurist Christoph Abeln im Interview.

      • So teuer wird der Fachkräftemangel

        Dass der Fachkräftemangel die deutsche Wirtschaft bremst, ist nicht neu. Allerdings war bislang nicht klar, wie sehr fehlendes Personal zu Buche schlägt. Einer Studie zufolge drohen bis zum Jahr 2030 wirtschaftliche Schäden in Milliardenhöhe. 

      • KMU zögern bei tiefgreifender Digitalisierung

        Der digitale Wandel wirkt sich auf die gesamte Wertschöpfungskette aus. Viele kleine und mittelständische Unternehmen haben das nicht vollends erkannt, weshalb sie sich auf die Optimierung einzelner interner Prozesse versteifen.

      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Hans-Joachim Böcking
      Goethe-Universität Frankfurt,
      Lehrstuhl für BWL, insbes.
      Wirtschaftsprüfung
      Professor
      Prof. Dr. Peter Oser
      Ernst & Young AG
      Partner, Leiter Grundsatzabteilung Wirtschaftsprüfung, Professional Practice Director
      Prof. Dr. Norbert Pfitzer
      Ernst & Young AG
      Mitglied des Vorstands
      WP Dr. Werner Krommes
      Wekadit-Revision

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

      Springer Professional - Die Flatrate für Fachzeitschriften und Bücher
      Das primäre Ziel der Konzernabschlussprüfung ist – wie zuvor dargestellt – die Sicherstellung der Erfüllung der Rechnungslegungsfunktionen durch die Abgabe eines hinreichend sicheren Urteils darüber, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen …
      Die Betonung der Wesentlichkeit erklärt sich aus der Historie der Nachhaltigkeitsberichterstattung. Die Zielsetzung, Transparenz zum gesamten Spektrum an Nachhaltigkeitsthemen herbeizuführen, führte über Jahre hinweg zu sehr umfassenden …
      Moritz Michel untersucht das sich aus den gesetzlichen und berufsständischen Prüfungsnormen ergebende Erfordernis zur Bestimmung von Teilbereichswesentlichkeiten im Rahmen der Konzernabschlussprüfung. Dazu wird u. a. die Notwendigkeit zur Vornahme …

      Sachgebiete