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Auffälligkeitskriterium

Definition

Kriterium für eine hinreichend große Änderung der Einkommensverteilung.

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Das Auffälligkeitskriterium ist ein von Atkinson vorgeschlagenes Maß, mit dem angezeigt werden soll, dass die mithilfe des Gini-Index gemessene personelle Einkommensverteilung sich in einem hinreichend großen Ausmaß verändert hat.

    Hintergrund: Die Interpretation des Gini-Index als Maß für die (Un-)Gleichheit der Verteilung von Einkommen ist nicht unproblematisch. Veränderungen des Gini-Index können dahingehend verstanden werden, dass ein zunehmender (abnehmender) Wert eine wachsende (sinkende) Ungleichverteilung anzeigt. Sowohl das Ausmaß der Veränderung als auch der absolute Wert sind jedoch für sich wenig aussagekräftig. Aus diesem Grund hat Atkinson als Schwellenwert für eine relevante Veränderung eine Änderung des Gini-Index um drei Prozentpunkte und mehr (bei einer Skalierung des Gini-Index zwischen 0 und 100) vorgeschlagen. Tritt eine solche Veränderung auf, ist das Auffälligkeitskriterium erfüllt.

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Hagen Krämer
      Hochschule Karlsruhe, Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
      Professor für Economics (Volkswirtschaftslehre)

      Sachgebiete