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Fridays for Future

Definition

Fridays for Future (FFF) ist eine Umweltschutzbewegung, die von Greta Thunberg ausging. Am 20. August 2018 trat die zu diesem Zeitpunkt 15-jährige Aktivistin in Schweden in den Schulstreik. Diesen setzte sie dann an Freitagen fort, um auf den Klimawandel aufmerksam zu machen. Bei sich hatte sie ein Schild mit der Aufschrift "skolstrejk för klimatet", übersetzt "Schulstreik fürs Klima". Bald zählte sie hunderttausende Verbündete auf der ganzen Welt, und es entstanden zahlreiche Vereinigungen, wie Fridays for Future in Deutschland (FFFD), um organisiert und systematisch für den Klimaschutz eintreten zu können.

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Inhaltsverzeichnis

    1. Allgemein
    2. Merkmale
    3. Kritik und Ausblick

    Allgemein

    Fridays for Future (FFF) ist eine Umweltschutzbewegung, die von Greta Thunberg ausging. Am 20. August 2018 trat die zu diesem Zeitpunkt 15-jährige Aktivistin in Schweden in den Schulstreik. Diesen setzte sie dann an Freitagen fort, um auf den Klimawandel aufmerksam zu machen. Bei sich hatte sie ein Schild mit der Aufschrift "skolstrejk för klimatet", übersetzt "Schulstreik fürs Klima". Bald zählte sie hunderttausende Verbündete auf der ganzen Welt, und es entstanden zahlreiche Vereinigungen, wie Fridays for Future in Deutschland (FFFD), um organisiert und systematisch für den Klimaschutz eintreten zu können. Der Begriff der Klimajugend wurde 2019 in der Schweiz zu einem der drei Wörter des Jahres gewählt.

    Merkmale

    Die Bewegung orientiert sich an Erkenntnissen der Wissenschaft, allen voran der Klimaforschung. Sie mobilisiert junge, aber auch ältere Menschen, unter ihnen wiederum Wissenschaftler, von denen manche zu Scientists for Future gehören. Andere Unterstützungsorganisationen sind Entrepreneurs for Future und Parents for Future. Einige Staatsmänner wie Donald Trump, Wladimir Putin und Jair Bolsonaro äußerten sich despektierlich über Greta Thunberg. Andere Staatsoberhäupter und Regierungschefs wie Angela Merkel bekundeten ihre Sympathie. Fridays for Future kann als Wiedererstarkung ökologischer und sozialer Bewegungen gesehen werden, wie sie in den 1970er- und 1980er-Jahren aktiv waren. Damals wurden in den Industriestaaten gewisse Erfolge erzielt, etwa die Reinigung von Gewässern und die zumindest vorübergehende Erholung von Wäldern. Insgesamt ist die Politik der Wirtschaft hörig, nicht zuletzt der Schwerindustrie und der Automobilindustrie, was dem Klimaschutz nicht unbedingt zuträglich ist.

    Kritik und Ausblick

    Ein Vorwurf gegenüber Greta Thunberg lautet, sie werde von Hintermännern und Interessengruppen benutzt und gelenkt. Dafür gibt es freilich keine Belege, und sie agiert offenbar sowohl eigenständig als auch überlegt. Ein Vorwurf gegenüber der Bewegung ist, dass sie sich auf den Flug- und Autoverkehr fokussiert, sie aber Massentierhaltung mitsamt Fleischverzehr und Bevölkerungswachstum außer Acht lässt, was man allerdings fast der ganzen Menschheit zur Last legen kann. Solche Inkonsistenzen im Denken und Handeln kann man in der Ethik behandeln, etwa mit den Begriffen von Moral und Moralität. Die Umweltethik beschäftigt sich speziell mit dem Verhalten und der Verantwortung gegenüber der unbelebten und der belebten Natur, für die das Klima entscheidend ist. Die Wirtschaftsethik muss immer mehr die Begriffe und Konzepte der Umweltethik und der Tierethik aufnehmen, um ihrem Anspruch gerecht zu werden.

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