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Profitrate

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    zentraler Begriff der klassischen politischen Ökonomie. Die Profitrate entspricht der Verzinsung des eingesetzten Kapitals. Die Vertreter der ökonomischen Klassik gingen von einem Prozess des tendenziellen Ausgleichs der Profitraten zwischen den Sektoren hin zu einer einheitlichen gesamtwirtschaftlichen Profitrate aus, die sich durch Kapitalbewegungen von weniger rentablen hin zu rentableren Wirtschaftssektoren ergibt.

    Bei Karl Marx spielte die Profitrate eine besondere Rolle. Marx definierte die Profitrate als das Verhältnis von Profit zur Summe aus eingesetztem konstanten Kapital und variablen Kapital. Die durch den technischen Fortschritt bedingte Zunahme der organischen Zusammensetzung des Kapitals führt nach Marx zu einem tendenziellen Fall der Profitrate, woraus die zwangsläufige zeitliche Begrenztheit des Kapitalismus abgeleitet wird (Krisentheorie). Während der Begriff "profit rate" im angelsächischen Sprachraum weitgehend üblich ist, wird nicht zuletzt aus Gründen der Abgrenzung gegenüber der Marx'schen Theorie im deutschen Sprachgebrauch der Begriff Gewinnrate, Kapitalrentabilität oder -verzinsung bevorzugt.

    Vgl. auch Gewinnrate, Wachstumstheorie.

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Dirk Sauerland
      Universität Witten/Herdecke, Lehrstuhl für Institutionenökonomik
      und Gesundheitspolitik
      Lehrstuhlinhaber
      Prof. Dr. Hagen Krämer
      Hochschule Karlsruhe, Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
      Professor für Economics (Volkswirtschaftslehre)

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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