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Realoptionsansatz

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    1. Begriff: Verfahren der Investitionsrechnung zur Ermittlung der Vorteilhaftigkeit von Projekten. Der Realoptionsansatz interpretiert Investitionsprojekte als Optionen, wobei die Option sofort, später oder auch gar nicht ausgeübt werden kann. Unterschieden wird zwischen Optionen auf die zukünftige Durchführung eines Projekts (Long Call) oder auf den möglichen Abbruch des Projekts (Long Put). Die Bewertung von Realoptionen erfolgt analog zu finanzwirtschaftlichen Optionen (Aktienoption).

    2. Bedeutung: Ein Vorteil des Realoptionsansatzes liegt darin, dass die Determinanten des Optionswertes offen gelegt werden. Problematisch ist jedoch die Übertragung von Optionsbewertungsverfahren auf die Bewertung von Realoptionen, da realwirtschaftliche Investitionsprojekte im Gegensatz zu Aktien nicht fortlaufend auf einem organisierten Markt (Börse) gehandelt werden. Damit ist eine entscheidende Voraussetzung der Optionspreistheorie nicht erfüllt.

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Ulrich Pape
      ESCP Europe Wirtschaftshochschule Berlin
      Inhaber des Lehrstuhls für Finanzierung und Investition

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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