Direkt zum Inhalt

Break-Even-Analyse

GEPRÜFTES WISSEN
Über 200 Experten aus Wissenschaft und Praxis.
Mehr als 25.000 Stichwörter kostenlos Online.
Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

zuletzt besuchte Definitionen...

    Ausführliche Definition

    Inhaltsverzeichnis

    1. Kostenrechnung
    2. Investitionsrechnung

    Kostenrechnung

    1. Begriff: Ermittlung desjenigen Gesamtumsatzes eines Produkts, Bereichs oder Unternehmens, dessen Unterschreiten zu Verlusten, dessen Überschreiten zu Gewinnen führt (Deckungsumsatz). Im Break-Even-Point (Deckungs-, Gewinnpunkt, Gewinn-, Kostenschwelle, „Toter Punkt”) ist die Summe aus fixen Kosten und variablen Kosten gleich dem Gesamterlös (Erlöse).

    2. Ermittlung: Angenommen werden gleichbleibende fixe Kosten, zur Veränderung des Umsatzes proportional verlaufende variable Kosten, konstante Preise.
    a) Einproduktfall: (1) Für den mengenmäßigen Gewinnpunkt xkr gilt:

    wobei: p = Preis, x = umgesetzte Menge, kp = proportionaler Selbstkostenpreis pro Stück, KF = fixe Kosten.
    (2) Für den umsatzmäßigen Gewinnpunkt Ukr gilt:

    b) Mehrproduktfall: In Mehrproduktunternehmen gibt es eine Vielzahl von Absatzmengenkombinationen, die zum Gewinnpunkt führen. Daher ist die Ermittlung eines Deckungsumsatzes nur unter der Voraussetzung konstanter Zusammensetzung des Umsatzes möglich.

    3. Bedeutung/Anwendung: Instrument der produkt-, bereichs- oder gesamtunternehmensbezogenen Gewinnplanung und -kontrolle. Die Break-Even-Analyse dient als Entscheidungshilfe für das Management.

    Investitionsrechnung

    1. Gewinnorientierte Perspektive: Ermittlung der Absatzmenge (Gewinnschwelle), bei der die Umsatzerlöse ebenso hoch sind wie die Gesamtkosten. Oberhalb der Gewinnschwelle ist ein Investitionsprojekt vorteilhaft, während es bei geringeren Absatzmengen Verluste erwirtschaftet. Vgl. auch Gewinnvergleichsrechnung

    2. Zahlungsorientierte Perspektive: Ermittlung des Zeitpunktes, in dem die Summe der durch eine Investition verursachten Einzahlungen erstmals die Summe der Auszahlungen übersteigt. Vgl. auch Amortisationsrechnung.

    zuletzt besuchte Definitionen...

      Mindmap Break-Even-Analyse Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/break-even-analyse-31893 node31893 Break-Even-Analyse node28201 Amortisationsrechnung node31893->node28201 node32388 Gewinnvergleichsrechnung node31893->node32388 node33359 fixe Kosten node31893->node33359 node34464 Erlös node31893->node34464 node49242 variable Kosten node31893->node49242 node36254 Einnahmen node36254->node34464 node41107 Investitionsrisiko node31538 Amortisationsdauer node37556 Investitionsobjekt node28201->node41107 node28201->node31538 node28201->node37556 node35502 Gewinn node41465 Investitionsrechnung node32388->node35502 node32388->node41465 node32388->node33359 node32388->node49242 node32850 Gewinnspanne node32850->node34464 node32808 Entgelt node32808->node34464 node49603 Umsatzsteuer node39327 Kosten node33359->node39327 node34464->node49603 node37040 Kostenvergleichsrechnung node37040->node49242 node36912 homogene Kostenverursachung node36912->node49242 node43399 Schichtkosten node43399->node49242 node32364 Gesamtkosten node49242->node32364 node34167 Fixkostenschichten node34167->node33359 node33965 gebrochene Abschreibung node33965->node33359 node41315 Leerkosten node41315->node33359 node30226 Amortisation node30226->node28201
      Mindmap Break-Even-Analyse Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/break-even-analyse-31893 node31893 Break-Even-Analyse node33359 fixe Kosten node31893->node33359 node49242 variable Kosten node31893->node49242 node34464 Erlös node31893->node34464 node32388 Gewinnvergleichsrechnung node31893->node32388 node28201 Amortisationsrechnung node31893->node28201

      News SpringerProfessional.de

      • Enterprise Social Networks fördern Innovationen

        Der digitale Reifegrad deutschsprachiger Unternehmen verbessert sich zusehends. In allen Bereichen haben digitale Prozesse mittlerweile die analogen Formen der Zusammenarbeit überholt. Doch es gibt noch viel zu tun.

      • Konsequent digital steigert die Profite

        Je intensiver Unternehmen digitalisiert sind, desto höher ist ihr Gewinnwachstum. Allerdings braucht es dazu konsequente Strategien und den Willen zum Wandel auf allen Ebenen.

      • Warum Manager die Macht der Controller fürchten

        Die Rolle des Controllers verändert sich. Er soll gerade als Unterstützung im strategischen Bereich an Einfluss gewinnen. Doch noch ist nicht jeder Manager bereit, den Controller als Sparringspartner zu sehen.

      • So viele befriste Arbeitsverträge wie nie

        Es gibt viel zu tun für die Bundesregierung – auch beim Thema befristete Arbeitsverträge. Denn deren Zahl hat im Jahr 2017 ein Rekordhoch erreicht. Bei der Hälfte fehlt sogar der sachliche Grund.

      • Facebook und VW stehen nicht für Werte

        Cambridge Analytica bei Facebook und die nicht endende Abgasaffäre bei Volkswagen haben das Image beider Unternehmen schwer geschädigt. Verbraucher wissen nicht mehr, welcher Ethik sie folgen. Ein Gastbeitrag von Jan Döring.

      • Umweltaspekte in das Controlling integrieren

        Controlling wird mit Kennzahlen und nüchternen Fakten verbunden, selten jedoch mit dem Thema Umwelt. Eine Studie legt jedoch offen, wie wichtig es ist, Umweltaspekte mit dem Controlling zu verzahnen.

      • Mittelstand tut sich mit Kreditfinanzierung schwer

        Fast 15 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) haben laut einer aktuellen Studie keine ausreichenden Mittel zur Finanzierung nötiger betrieblicher Investitionen. Ähnlich sieht das Bild in Großbritannien und noch schlechter in Frankreich aus.

      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Weber
      WHU – Otto Beisheim School of Management, Institut für Management und Controlling (IMC)
      Direktor
      Prof. Dr. Ulrich Pape
      ESCP Europe Wirtschaftshochschule Berlin
      Inhaber des Lehrstuhls für Finanzierung und Investition

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

      Springer Professional - Die Flatrate für Fachzeitschriften und Bücher
      Mit Break-even-Analyse wird die Untersuchung der Zusammenhänge zwischen Kosten, Umsatz und Gewinn bezeichnet. Diese Zusammenhänge werden graphisch in einem Break-even-Diagramm dargestellt. Aus dem Diagramm geht insbesondere der „Break-even-Punkt“ …
      Die Fallstudie behandelt Aspekte der deterministischen und stochastischen Break-Even-Analyse im Ein- und Mehrproduktfall. Ferner werden die Bedeutung von Risikopräferenzen und das Konzept der stochastischen Dominanz erster Ordnung analysiert.

      Sachgebiete