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Zeitaufnahme

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Zeitstudie; Beschreibung des Arbeitssystems (Arbeitsverfahren, Arbeitsmethode, Arbeitsbedingungen) und Erfassung je Ablaufabschnitt von
    (1) Bezugsgröße,
    (2) Einflussgrößen,
    (3) Leistungsgraden und
    (4) Ist-Zeiten. Die darauf folgende Auswertung der Daten ergibt die Sollzeiten je Ablaufabschnitt. Laut REFA-Verband für Arbeitsstudien, Betriebsorganisation und Unternehmensentwicklung e.V.ist die Zeitaufnahme das Ermitteln von Sollzeiten durch das Messen und Auswerten von Istzeiten. Die in Deutschland gebräuchlichste Methode ist die Zeitstudie nach der REFA-Methodenlehre. Werden Zeitaufnahmen transparent und nachvollziehbar gestaltet, können die so ermittelten Daten in unterschiedlichen Unternehmensbereichen verwendet werden. Typische Beispiele sind:
    (1) Kostenrechnung: z. B. „Make or Buy“ Entscheidungen, Preisgestaltung, Kalkulation;
    (2)Auftragssteuerung: z. B. kundenorientierte schnelle Lieferzeiten;
    (3)Personalbedarfsplanung: z. B. Vermeidung von Überkapazitäten, Einsatz von Leiharbeitern;
    (4) Prozessverbesserungen: z. B. Aufdeckung von Verschwendung;
    (5) Entlohungssysteme: z. B. Motivation der Mitarbeiter;
    (6) Arbeitsbewertung: „der richtige Mitarbeiter am richtigen Arbeitsplatz/an der richtigen Maschine“.

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Thomas Bartscher
      Technische Hochschule Deggendorf
      Professor für die Lehrgebiete Human Resources Management, Innovations- und Transformationsmanagement
      Regina Nissen
      IPP-Institut GmbH
      Geschäftsführung

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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