Direkt zum Inhalt

evolutorische Ökonomik

Definition

Theorie, welche die Pfadabhängigkeit von Prozessen betont.

GEPRÜFTES WISSEN
Über 200 Experten aus Wissenschaft und Praxis.
Mehr als 25.000 Stichwörter kostenlos Online.
Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

zuletzt besuchte Definitionen...

    Ausführliche Definition

    1. Einordnung: Die Vertreter der evolutorischen Ökonomik stehen in der Denk-Tradition J.A. Schumpeters und begreifen Wirtschaften als einen offenen, evolutorischen Vorgang, der zeit- und pfadabhängig und insofern irreversibel ist. Im Zentrum der evolutorischen Ökonomik stehen nicht Bedingungen, Existenz, Eindeutigkeit und Stabilität von Gleichgewichten, sondern Entwicklung und Wandel durch die fortlaufende Entstehung und Ausbreitung von Neuerungen. Vertreter der evolutorischen Ökonomik fragen v.a. nach der langfristigen Entwicklung von Technologien, Institutionen, Industriestrukturen und einzelnen/mehreren Volkswirtschaften (modelliert als Koevolution). Sie arbeiten empirisch-induktiv, indem sie in ihrer Modellbildung von Erkenntnissen der empirischen Innovations- und Diffusionsforschung ausgehen.

    2. Elemente des Paradigmas: Die evolutorische Ökonomik hat das „Schumpetersche Erbe” weiterentwickelt, benutzt das Denk-Prinzip der Selbstorganisationstheorie und verwendet Konzepte aus verschiedenen Evolutionstheorien, z.B. Mutation, Selektionsfaktoren, Zufall, Irreversibilität.

    3. Modelle: In der evolutorischen Ökonomik lassen sich grob zwei Forschungsrichtungen unterscheiden: Eine, deren Modelle einen quantitativen-formalen Charakter haben, und eine zweite Richtung, deren Vertreter hauptsächlich mit qualitativen Modellen arbeiten, aufgrund der Komplexität der von ihnen behandelten Fragen.

    Vgl. auch ökologische Kompatibilität, Systemmanagement.

    zuletzt besuchte Definitionen...

      Mindmap evolutorische Ökonomik Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/evolutorische-oekonomik-32866 node32866 evolutorische Ökonomik node49871 Systemmanagement node32866->node49871 node45879 ökologische Kompatibilität node32866->node45879 node43915 Selbstorganisationstheorie node32866->node43915 node39259 Komplexität node32866->node39259 node41104 industrielles Ökosystem node41104->node45879 node40414 nachhaltige Entwicklung node45879->node40414 node31190 Brückensprache node31190->node43915 node46249 Ordnung node46249->node43915 node50288 Verteilungstheorie node42740 Paradigma node50288->node42740 node39259->node49871 node47008 Vernetzung node39259->node47008 node50117 System node39259->node50117 node42635 Programmiersprache node53884 Medienethik node53884->node42740 node34474 Heuristik node34474->node42740 node42740->node32866 node42740->node49871 node42740->node42635 node54138 Pflegeroboter node54138->node39259 node47008->node49871 node50117->node49871 node50117->node43915 node51589 Corporate Social Responsibility node51589->node39259 node50441 umweltbewusstes Verhalten node50441->node45879
      Mindmap evolutorische Ökonomik Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/evolutorische-oekonomik-32866 node32866 evolutorische Ökonomik node39259 Komplexität node32866->node39259 node49871 Systemmanagement node32866->node49871 node43915 Selbstorganisationstheorie node32866->node43915 node45879 ökologische Kompatibilität node32866->node45879 node42740 Paradigma node42740->node32866

      News SpringerProfessional.de

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

      Bücher auf springer.com

      Sachgebiete