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finanzpolitische Allokationsfunktion

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    1. Begriff: Beschreibung der Eingriffe des Staatssektors in den Wirtschaftsprozess, die sich auf die Struktur der Produktion bzw. die Verteilung der Produktionsfaktoren richten; neben der finanzpolitischen Distributionsfunktion und der finanzpolitischen Stabilisierungsfunktion eine der Grundfunktionen der Staatstätigkeit (nach Musgrave).

    2. Begründung: Ursache für die Wahrnehmung der Allokationsfunktion durch den Staatssektor ist das Marktversagen: a) Bei den Internalisierungskonzepten (Internalisierung externer Effekte; Coase-Theorem; Pigou-Steuer) geht man davon aus, dass spezifische Eigenschaften eines Gutes eine private Produktion verhindern bzw. einschränken, v.a. externe Effekte und/oder die typischen Kriterien kollektiver bzw. öffentlicher Güter. Durch Steuern oder Subventionen stellt der Staat die nicht vorhandene „Pareto-optimale Allokationseffizienz” gemäß den Kriterien der Wohlfahrtsökonomik her.
    b) Bei den Meritorisierungskonzepten wird der Boden des methodologischen Individualismus verlassen, indem die Entscheidungssouveränität der Wirtschaftssubjekte angezweifelt oder für unvollkommen erklärt wird (theoretische Konzepte sind u.a. Unsicherheit und Risiko). Seitens des Staatssektors werden bestimmte Daten über Höhe und Struktur des Angebots bestimmter Güter festgelegt (z.B. Zuschüsse im Kulturbereich).

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Wolfgang Eggert
      Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
      Lehrstuhlinhaber des Instituts für Wirtschaftstheorie und Finanzwissenschaft
      Steffen Minter
      Institut für Wirtschaftstheorie und
      Finanzwissenschaften, Albert-Ludwigs-Universität
      Wissenschaftlicher Mitarbeiter

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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