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qualitatives Rating

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Bonität ist die Qualität eines Schuldners und Maßstab für die Zahlungsfähigkeit und -willigkeit. Die Bonität von Privatpersonen begründet sich durch die persönliche Kreditwürdigkeit (Charakter, Ruf, Zuverlässigkeit, persönlicher Eindruck, Auftreten, Glaubwürdigkeit, Sachverstand, Ausbildung, Berufserfahrung) kombiniert mit einem sicheren Arbeitsplatz, ausreichendem Einkommen, angemessenem Vermögen und der notwendigen Liquidität. Die Bonität gibt unabhängig vom Wert der gestellten Sicherheiten Aufschluss darüber, ob der Kreditnehmer in der Lage sein wird, die laufenden Belastungen aus der Finanzierung dauerhaft zu tragen. Je besser die Bonität eines Schuldners ist, desto günstiger ist seine Verhandlungsposition bei den Zinskonditionen. Das Ratingverfahren wird auch für Privat- und Geschäftskunden eingesetzt.

    Aus diesem Grunde dienen die sog. "weichen" qualitativen Kriterien dazu, weitere zusätzliche Informationen über den Kreditnehmer und sein Unternehmen zu erhalten, die nicht aus den finanzwirtschaftlichen Daten resultieren. Allein aus den finanzwirtschaftlichen Kennzahlen ist kein abschließendes Bild über Unternehmen möglich, weil sich z.B. Erfolge aus Umstrukturierungen erst zeitverzögert in den Ziffern des Jahresabschlusses widerspiegeln.

    Die weichen Faktoren haben nur einen mittelbaren Einfluss auf das Ratingergebnis, sind jedoch aus betriebswirtschaftlicher Sicht relevant, da sie den langfristigen Geschäftsverlauf beeinflussen.

    Vgl. auch quantitatives Rating.

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Helmut Keller
      Autor, Schuldnerberater, Referent

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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