Direkt zum Inhalt

qualitatives Rating

GEPRÜFTES WISSEN
Über 200 Experten aus Wissenschaft und Praxis.
Mehr als 25.000 Stichwörter kostenlos Online.
Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

zuletzt besuchte Definitionen...

    Ausführliche Definition

    Bonität ist die Qualität eines Schuldners und Maßstab für die Zahlungsfähigkeit und -willigkeit. Die Bonität von Privatpersonen begründet sich durch die persönliche Kreditwürdigkeit (Charakter, Ruf, Zuverlässigkeit, persönlicher Eindruck, Auftreten, Glaubwürdigkeit, Sachverstand, Ausbildung, Berufserfahrung) kombiniert mit einem sicheren Arbeitsplatz, ausreichendem Einkommen, angemessenem Vermögen und der notwendigen Liquidität. Die Bonität gibt unabhängig vom Wert der gestellten Sicherheiten Aufschluss darüber, ob der Kreditnehmer in der Lage sein wird, die laufenden Belastungen aus der Finanzierung dauerhaft zu tragen. Je besser die Bonität eines Schuldners ist, desto günstiger ist seine Verhandlungsposition bei den Zinskonditionen. Das Ratingverfahren wird auch für Privat- und Geschäftskunden eingesetzt.

    Aus diesem Grunde dienen die sog. "weichen" qualitativen Kriterien dazu, weitere zusätzliche Informationen über den Kreditnehmer und sein Unternehmen zu erhalten, die nicht aus den finanzwirtschaftlichen Daten resultieren. Allein aus den finanzwirtschaftlichen Kennzahlen ist kein abschließendes Bild über Unternehmen möglich, weil sich z.B. Erfolge aus Umstrukturierungen erst zeitverzögert in den Ziffern des Jahresabschlusses widerspiegeln.

    Die weichen Faktoren haben nur einen mittelbaren Einfluss auf das Ratingergebnis, sind jedoch aus betriebswirtschaftlicher Sicht relevant, da sie den langfristigen Geschäftsverlauf beeinflussen.

    Vgl. auch quantitatives Rating.

    zuletzt besuchte Definitionen...

      Mindmap qualitatives Rating Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/qualitatives-rating-53191 node53191 qualitatives Rating node53192 quantitatives Rating node53191->node53192 node27055 Bonität node53191->node27055 node52197 Ratingverfahren node53191->node52197 node39340 Kreditwürdigkeit node53191->node39340 node52199 harte Einflussfaktoren node53184 risikoadjustiertes Rating node53303 turnusmäßiges Rating node53303->node53191 node53303->node53192 node53202 Ratingsystem node53202->node53191 node53202->node53184 node53202->node53192 node52768 Kontoführung node53192->node52768 node52196 Ratingskala node52198 weiche Einflussfaktoren node27850 Basel II node27055->node39340 node52197->node52199 node52197->node52196 node52197->node52198 node52197->node27850 node28611 Blankokredit node28611->node39340 node27094 Auskunft node27094->node39340 node38053 Kreditwürdigkeitsprüfung node53229 risikoorientierter Margenaufschlag node53229->node27055 node53269 Scoring node53269->node27055 node52194 Auskunftspflicht eines Mieters node52194->node27055 node39340->node38053 node29137 Bonitätsprüfung node29137->node53202
      Mindmap qualitatives Rating Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/qualitatives-rating-53191 node53191 qualitatives Rating node27055 Bonität node53191->node27055 node39340 Kreditwürdigkeit node53191->node39340 node52197 Ratingverfahren node53191->node52197 node53192 quantitatives Rating node53191->node53192 node53202 Ratingsystem node53202->node53191

      News SpringerProfessional.de

      • Persönlichkeit und Motivation müssen stimmen

        Beim Besetzen vakanter Stellen achten Vertriebsleiter oft stärker auf die fachliche Qualifikation der Bewerber als auf deren Persönlichkeit und Motivation. Michael Schwartz, Leiter des Instituts für integrale Lebens- und Arbeitspraxis in Esslingen, erläutert, warum diese beiden Faktoren im Vertrieb so wichtig sind.

      • Neue Recruitingstrategien gegen den Fachkräftemangel

        Für den deutschen Mittelstand wird der Fachkräftemangel zum Geschäftsrisiko, zeigen Studien. Und die Situation soll sich noch verschärfen. Höchsten Zeit also, bei der Personalbeschaffung neue Weg zu gehen, so Gastautor Steffen Michel. 

      • Weniger IPO-Prospekt, dafür mehr Anlegerschutz

        Wer sich bislang per Börsengang Geld am Kapitalmarkt besorgen wollte, musste einen aufwendigen Prospekt erstellen. Eine Neuregelung sorgt jetzt bei kleineren IPOs (Initial Public Offering) für Abhilfe. Wie die Voraussetzungen aussehen, erklärt Rechtsanwalt Jörg Baumgartner in seinem Gastbeitrag.

      • Whatsapp startet Business-Offensive

        Im Servicefall können Verbraucher einige Unternehmen bereits über den Messenger-Dienst Whatsapp kontaktieren. Doch was passiert, wenn der Kundenservice Nachrichten initiativ versendet? Ein neues Business-Tool soll genau das ermöglichen.

      • Kundennutzenmodelle im B2B-Vertrieb von E-Marktplätzen

        Elektronische B2C-Marktplätze müssen ihre über Jahre errungene dominante Marktstellung in Gewinne umzumünzen, ohne ihre Marktstellung zu gefährden. Dazu gehört, Preise für langjährige Händler drastisch zu erhöhen. Kundennutzenmodelle spielen dabei eine wichtige Rolle.

      • "Belastete Geschäftsmodelle sind meistens nicht genug innoviert"

        Der ehemalige Roland-Berger-Krisenberater Thomas Knecht hat an der Spitze von Hellmann den Turnaround des weltweiten Logistikers geschafft. Branche und Wirtschaft fordert er zu mehr Wachsamkeit auf. Im Interview spricht er über Anpassungsfähigkeit und Insolvenzschutz.

      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Helmut Keller
      Autor, Schuldnerberater, Referent

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

      Springer Professional - Die Flatrate für Fachzeitschriften und Bücher
      Multivariate Analysemethoden betrachten simultan mehrere Variablen und analysieren den Zusammenhang zwischen diesen. Die quantitativen Analysen dienen dabei der Beschreibung, der Erklärung oder der Prognose zukünftiger Entwicklungen. Einen …
      Hauptfinanzierungsquelle vieler kleiner und mittelständischer Unternehmen sind in Deutschland weiterhin Bankkredite. Die Kreditentscheidungen der einzelnen Finanzierungspartner basieren maßgeblich auf den verpflichtend zu erstellenden Ratings.
      Die Zukunftsorientierung eines Unternehmens spiegelt sich in seinem künftigen Unternehmenswert wieder. Allerdings ist dieser schwer zu ermitteln, ist doch im Mittelstand die Kapitalmarktorientierung eher gering oder gar nicht vorhanden, weshalb …

      Sachgebiete