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Rentenkapitalismus

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    im Orient und Mittelmeerraum verbreitetes Wirtschaftssystem, das als Zwischenstufe zwischen einer feudal organisierten Agrargesellschaft (Agrarsystem) und einem modern-produktiven Industriekapitalismus gilt. Wesentliches Merkmal des Rentenkapitalismus ist die Ausbeutung der landwirtschaftlichen und gewerblichen Produzenten durch die Abschöpfung von Renten als Ertragsanteile und die Kommerzialisierung ihrer Ansprüche. Rententitel sichern den Eigentümern der handwerklichen und landwirtschaftlichen Produktionsfaktoren einen festen Anteil am Produkt der Bauern und Gewerbetreibenden. Eine Reinvestition der Gewinne durch den Inhaber der Rententitel mit dem Ziel der Verbesserung der Produktivität unterbleibt zumeist, was den stationären Charakter einer rentenkapitalistischen Wirtschaft unterstreicht. Das „Kapitalistische” am Rentenkapitalismus ist die freie Handelbarkeit der Rententitel, die zur Konzentration vieler Titel in den Händen weniger reicher Gesellschaftsmitglieder führt. Da die Entfaltung materieller Produktivkräfte stagniert, kann der Rentenkapitalismus als wesentliche Ursache für Unterentwicklung in seinen Verbreitungsgebieten identifiziert werden.

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Hans-Dieter Haas
      Lehrstuhl für Wirtschaftsgeographie,
      Ludwig-Maximilians-Universität München
      o. Univ.-Prof. i. R.
      Dr. Simon-Martin Neumair
      Lehrstuhl für Wirtschaftsgeographie
      Ludwig Maximilians-Universität

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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