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Satisfizer

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Behavioral Man; Menschenbild, das davon ausgeht, dass der Mensch nicht ökonomisch rational handelt, sondern sich entsprechend seinen Bedürfnissen und deren bestmöglichen Befriedigung verhält. Subjektive Empfindungen über den zur Bedürfnisbefriedigung empfundenen Aufwand spielen eine bedeutende Rolle; wird dieser als zu groß angesehen, bleibt das Bedürfnis unbefriedigt.

    In der verhaltensorientierten Wirtschaftsgeografie wird das Menschenbild des Satisfizer dem Verhalten bei der Standortwahl (Standorttheorie) unterstellt. Der Satisfizer verfügt dabei nur über begrenzte Information, eine stark eingeschränkte Vorstellung von seiner Umwelt und zu geringe Kapazitäten zur Informationsverarbeitung, um Vor- und Nachteile aller infrage kommenden Standorte (Standortfaktoren) gegeneinander aufzurechnen. Ferner wird die Standortwahl durch persönliche Präferenzen, subjektive Wertvorstellungen oder Zufälligkeiten erheblich beeinflusst (behaviouristische Standorttheorie). Im Ergebnis resultieren häufig ökonomisch suboptimale Standorte.

    Gegensatz: Homo oeconomicus.

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Hans-Dieter Haas
      Lehrstuhl für Wirtschaftsgeographie,
      Ludwig-Maximilians-Universität München
      o. Univ.-Prof. i. R.
      Dr. Simon-Martin Neumair
      Lehrstuhl für Wirtschaftsgeographie
      Ludwig Maximilians-Universität

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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