Direkt zum Inhalt

Spamfilter

Definition

Als Spam (engl. Abfall) werden unerwünschte, i.d.R. auf elektronischem Weg übertragene Nachrichten bezeichnet, die dem Empfänger unverlangt zugestellt werden und häufig Werbung zum Inhalt haben. Dieser Vorgang wird Spamming oder Spammen und der Verursacher Spammer genannt. Ein Spamfilter (Werbefilter) ist ein Computerprogramm bzw. Modul eines Programms zum Filtern von unerwünschter elektronischer Werbung.

GEPRÜFTES WISSEN
Über 200 Experten aus Wissenschaft und Praxis.
Mehr als 25.000 Stichwörter kostenlos Online.
Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

zuletzt besuchte Definitionen...

    Ausführliche Definition

    1. Begriff: Als Spam (engl. Abfall) werden unerwünschte, i.d.R. auf elektronischem Weg übertragene Nachrichten bezeichnet, die dem Empfänger unverlangt zugestellt werden und häufig Werbung zum Inhalt haben. Dieser Vorgang wird Spamming oder Spammen und der Verursacher Spammer genannt. Ein Spamfilter (Werbefilter) ist ein Computerprogramm bzw. Modul eines Programms zum Filtern von unerwünschter elektronischer Werbung.

    2. Verwendung: Klassischer Einsatzbereich ist das Filtern unerwünschter E-Mails als Modul eines E-Mail-Programms oder auch eines Mail-Servers. Neuere Anwendungen von Bedeutung sind das Filtern von Seiten im Webbrowser auf Werbebanner, für Blogs (Blogspam) oder für Wikis.

    3. Methoden von Spamfiltern: a) Blacklist-Methode: Diese Methode überprüft den Inhalt der E-Mail nach bestimmten Ausdrücken bzw. Stichworten oder den Absender auf Einträge aus einer schwarzen Liste (Blacklist). Ist der Ausdruck in der E-Mail enthalten, wird die E-Mail aussortiert. Viele Spamfilter enthalten bereits voreingestellte Blacklists. Es kommt vor, dass Spam als „gute E-Mail“ und „gute E-Mails“ als Spam einsortiert werden können.
    b) Bayes-Filter-Methode: Hier wird ein selbstlernender Bayesscher Filter aufgrund der Bayesschen Wahrscheinlichkeitstheorie verwendet. Der Benutzer muss etwa die ersten 1.000 E-Mails manuell als Spam oder Nichtspam klassifizieren. Danach erkennt das System fast selbstständig mit einer Trefferquote von i.d.R. über 95 Prozent die Spam-E-Mail. Vom System fehlerhaft einsortierte E-Mails muss der Anwender manuell nachsortieren. Diese Methode ist der Blacklist-Methode meistens deutlich überlegen.

    c) Datenbankbasierte Lösungen: Sie versuchen, Spam aufgrund der in der Mail beworbenen URLs (und ggf. Telefonnummern) zu erkennen. Zwar können die Spammer Nachrichten beliebig modifizieren und personalisieren, aber da der/ die Täter den Benutzer zu einer Kontaktaufnahme verleiten will/ wollen, und der mögliche Adressraum nicht unbegrenzt variabel ist, ermöglicht dieser Ansatz eine theoretisch sehr gute Erkennung.

    zuletzt besuchte Definitionen...

      Mindmap Spamfilter Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/spamfilter-53427 node53427 Spamfilter node49142 URL node53427->node49142 node46992 Wiki node53427->node46992 node44321 Spam node53427->node44321 node51843 Blog node53427->node51843 node29791 Computerprogramm node53427->node29791 node51842 Web 2.0 node51842->node46992 node46612 Server node49142->node46612 node35629 HTML node49142->node35629 node37192 Internet node49142->node37192 node52673 Soziale Medien node52673->node46992 node49260 World Wide Web ... node46992->node35629 node46992->node49260 node51846 RSS node33212 Homepage node33576 E-Mail node44321->node33576 node51843->node51842 node51843->node51846 node51843->node33212 node51843->node37192 node43166 Programm node42635 Programmiersprache node30206 Computer node38490 Informatik node29791->node43166 node29791->node42635 node29791->node30206 node29791->node38490 node53530 Mobile Business node53530->node44321 node34010 Hyperlink node34010->node49142
      Mindmap Spamfilter Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/spamfilter-53427 node53427 Spamfilter node44321 Spam node53427->node44321 node29791 Computerprogramm node53427->node29791 node51843 Blog node53427->node51843 node46992 Wiki node53427->node46992 node49142 URL node53427->node49142

      News SpringerProfessional.de

      • Was Arbeit in Europa kostet

        Für eine Arbeitsstunde zahlt die deutsche Wirtschaft durchschnittlich 34,1 Euro. Doch bei den Arbeitskosten gibt es zwischen den EU-Mitgliedstaaten deutliche Unterschiede: Es geht noch teurer – aber auch viel billiger.

      • "Das Silicon Valley ist nicht über Nacht entstanden"

        Wenn es ein Digitalisierungs-Mekka gibt, in das deutsche Manager pilgern, ist es das Silicon Valley. Was Unternehmen von den US-Vorreitern lernen und ob sie die 180-Grad-Wende schaffen können, beantworten Sven Grote und Rüdiger Goyk im Gespräch.

      • Utility 4.0 – mehr als eine Worthülse?

        Vierpunktnull auf Teufel komm raus. Kein Themengebiet scheint heute ohne das Zahlenkürzel '4.0' auszukommen. Mit Utility 4.0 ist dieses Phänomen nun auch im Energiesektor angekommen. Zu Recht?

      • Das blaue Jobwunder der Digitalisierung

        Immer mehr Studien prognostizieren, dass die digitale Transformation insgesamt keine Arbeitsplätze kostet. Denn es entstehen auch jede Menge neue Jobs. Die erfordern jedoch andere Kompetenzen.

      • Starke Teams lassen Risiken zu

        "Werde eins mit deinem Projekt", proklamierte vor Jahren eine Baumarktkette. Ein kerniger Slogan, der seine Parallele in einer Google-Studie findet: Teammitglieder die risikobereit in ihrer Aufgabe aufgehen, arbeiten effektiver.

      • "Freibeträge in Abfindungsregelungen wieder einführen"

        Seit 1. Januar gilt die Institutsvergütungsverordnung (IVV). Mit ihr wurden in erster Linie die Anforderungen der Leitlinien der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde EBA für eine solide Vergütungspolitik in deutsches Recht umgesetzt. Wie sich das auf die Personal- und Abfindungsstrategien bei den Banken auswirkt, erklärt Jurist Christoph Abeln im Interview.

      • So teuer wird der Fachkräftemangel

        Dass der Fachkräftemangel die deutsche Wirtschaft bremst, ist nicht neu. Allerdings war bislang nicht klar, wie sehr fehlendes Personal zu Buche schlägt. Einer Studie zufolge drohen bis zum Jahr 2030 wirtschaftliche Schäden in Milliardenhöhe. 

      • KMU zögern bei tiefgreifender Digitalisierung

        Der digitale Wandel wirkt sich auf die gesamte Wertschöpfungskette aus. Viele kleine und mittelständische Unternehmen haben das nicht vollends erkannt, weshalb sie sich auf die Optimierung einzelner interner Prozesse versteifen.

      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. (FH) Mag. Dr. Helmut Siller, MSc
      Dr. Siller Betriebsberatung und Training

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

      Springer Professional - Die Flatrate für Fachzeitschriften und Bücher
      Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) darf Online-Werbung auch weiterhin durch spezielle Software blockiert werden. Medien sehen das kritisch, denn sie leben auch von den Werbeanzeigen ihrer Kunden. Interessant ist das Geschäftsmodell hinter Ad Blockern. 
      In diesem Kapitel wird ein praxiserprobtes Zehn-Stufen-Programm vorgestellt, mit dem Sie Ihre Mitarbeiter coachen und in kürzester Zeit für die telefonische Kundenakquise fit machen können. Dazu gehören zum Beispiel die Verbesserung der …
      Schnelligkeit birgt spielerische wie sportliche Elemente in sich. Und doch ist die Gefahr, zur Sucht zu werden, nicht weit, ebenso wie zum Burnout als Folge einer ständigen Überforderung. Wer sich nicht die kleinen Auszeiten im digitalen Alltag …

      Sachgebiete