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Ungleichgewichtstheorien

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    seit der Kritik von Keynes an der allgemeinen Gleichgewichtstheorie (allgemeines Gleichgewicht) in der Wirtschaftstheorie entstandene Ansätze zur Erklärung von Entstehen und Beharrungstendenz von Ungleichgewichten (insbesondere auf Arbeitsmärkten). Unterschieden werden mind. drei verschiedene Ausprägungen von Ungleichgewichtstheorien:
    (1) Keynesianische (Keynesianismus);
    (2) neokeynesianische (Mengenrationierungsansatz);
    (3) postkeynesianische (Keynesianismus). Daneben werden noch unorthodoxe Ansätze (Antigleichgewichtstheorie, Chaos-Theorie) diskutiert. – Der traditionelle Keynesianismus kann als Ungleichgewichtstheorie aufgefasst werden, weil er das Auftreten dauerhafter Zustände unfreiwilliger Arbeitslosigkeit bei gleichzeitiger Markträumung des Gütermarktes analysiert (Unterbeschäftigungsgleichgewicht). In der neokeynesianischen Theorie führt unfreiwillige Arbeitslosigkeit zu einem negativen Spillover (Rückgang der Nachfrage) für den Gütermarkt, sodass auch dort Ungleichgewicht i.S. eines Angebotsüberschusses mit der Folge einer wechselseitigen Rationierung von Haushalten und Unternehmen auftreten kann. Passen sich die rationierten Marktteilnehmer den Rationierungsschranken an, entstehen auf beiden Märkten Gleichgewichtszustände, die durch die Übereinstimmung der effektiven Pläne gekennzeichnet sind (während die eigentlich geplanten [unbeschränkten oder notionalen] Angebots- und Nachfragepläne weiterhin auseinanderfallen).

    Vgl. zugehöriger Schwerpunktbeitrag Makroökonomik.

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      Mindmap Ungleichgewichtstheorien Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/ungleichgewichtstheorien-49230 node49230 Ungleichgewichtstheorien node47938 Unterbeschäftigungsgleichgewicht node49230->node47938 node28820 Chaos-Theorie node49230->node28820 node38052 Keynesianismus node49230->node38052 node27948 Antigleichgewichtstheorie node49230->node27948 node29040 allgemeines Gleichgewicht node49230->node29040 node31119 Arbeitsmarkttheorien node28241 Arbeitsmarkt node47938->node31119 node47938->node28241 node47938->node38052 node49032 Wachstumstheorie node47938->node49032 node41843 Konjunkturtheorie node41843->node28820 node30437 Bifurkation node30437->node28820 node27954 Chaos node47161 Trajektorie node28820->node27954 node28820->node47161 node46576 Spieltheorie node33038 Gleichgewicht node38052->node29040 node38023 Lohnpolitik node38052->node38023 node34043 Geldpolitik node38052->node34043 node47916 Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung (VGR) node38052->node47916 node27948->node46576 node27948->node33038 node27948->node38052 node44876 simultanes Gleichgewicht node44876->node29040 node54356 Überschussangebot node54356->node29040 node43852 Smith node29040->node43852 node37240 Mindestlohn node37240->node38052
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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Hans-Werner Wohltmann
      Universität Kiel,
      Institut für Volkswirtschaftslehre
      Lehrstuhlinhaber

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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