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Weltwirtschaftskrise

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    1. Begriff: Weitgehender Zusammenbruch der Produktion und des internationalen Handels in der Weltwirtschaft.

    2. Weltwirtschaftskrise von 1929–1931/1932: a) Ausmaß: Das Volkseinkommen sank z.B. in Deutschland um ca. 40 Prozent, in den USA um über 50 Prozent. Die Industrieproduktion Deutschlands ging um ca. 43 Prozent und die der USA um über 45 Prozent zurück. Die Exporte der großen Industrieländer gingen auf ca. ein Drittel ihres vorherigen Wertes zurück, und die Arbeitslosigkeit erreichte in Deutschland im Jahre 1932 einen Höchststand mit fast 5,6 Mio. Arbeitslosen.

    b) Ursachen: Ein komplexes Ursachenbündel führte zur Weltwirtschaftskrise; die wichtigsten Ursachen waren: überzogene Börsenspekulationen (v.a. in den USA); hohe Ungleichheit der Einkommen, Behinderung des internationalen Handels durch nationalen Zollprotektionismus; Reparationsleistungen Deutschlands an die Siegermächte des Ersten Weltkriegs. Vor allem aber wurde auf  den Zusammenbruch der Finanzmärkte wirtschaftspolitisch falsch reagiert. Statt mit einem wirtschaftpolitisch expansiven Kurs zu versuchen, die Wirtschaft in dieser kritischen Phase zu stimulieren wurde die Krise durch eine zunächst restriktive Geld-und Finanzpolitik verschärft und verlängert. Erst der wirtschaftspolitische Kurswechsel in den USA (New Deal) leitete eine allmähliche Wende ein.  

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Gustav A. Horn
      Hans-Böckler-Stiftung, Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK)
      Wissenschaftlicher Direktor

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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