Direkt zum Inhalt

Auslandsgeschäft

Definition

wichtigster Bestandteil der Außenwirtschaft, umfasst den gesamten Waren und Dienstleistungsverkehr über die Staatsgrenzen. Das Ausmaß und die Art des Auslandsgeschäfts ist von der Außenhandelspolitk des Staates abhängig.

GEPRÜFTES WISSEN
Über 200 Experten aus Wissenschaft und Praxis.
Mehr als 25.000 Stichwörter kostenlos Online.
Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

zuletzt besuchte Definitionen...

    Ausführliche Definition

    Inhaltsverzeichnis

    1. Allgemein
    2. Das Auslandsgeschäft in Banken

    Allgemein

    1. Begriff/Formen: Wirtschaftsbeziehungen zwischen gebietsansässigen Unternehmen und gebietsfremden Partnern, die unterschiedlichen Wirtschaftsstufen/-kreisen angehören können. Auslandsgeschäfte können direkt oder indirekt abgewickelt werden; alle Formen des Außenhandelsgeschäfts (Ausfuhr, Einfuhr, Transithandel) sowie alle Arten internationaler Betätigung, v.a. Dienstleistungen (Transport, Versicherung), Finanzierung, Beratung, gewerbliche Dienstleistungen und Service, Kontraktmanagement etc., Vertragsproduktion (unmittelbar kundenorientierte Produktion), Vergabe (Nutzung) von Lizenzen an (von) ausländische(n) Partner(n) (Auslandslizenzen), Joint Venture und sonstige Kooperationen im Auslandsgeschäft (z.B. Exportkooperation), Montage, Formulierung und Konfektionierung im Ausland sowie Veredelung. Endfertigung und Produktion durch eigene Niederlassungen im Ausland.

    2. Risiken: Grundsätzlich bestehen die bekannten ökonomischen Risiken, v.a. bei der (Weiter-) Entwicklung eines neuen (alten) Produktes, die mit hohen Forschungs- und Entwicklungskosten verbunden ist, sowie Risiken der Markterschließung und der Lebenserwartungen eines Erzeugnisses, die mit den Maßnahmen der Konkurrenz zusammenhängen. Diese Risiken können durch eine Betätigung auf Auslandsmärkten sowohl eine Reduktion als auch eine Verstärkung erfahren. Im Auslandsgeschäft werden darüber hinaus (neben dem politischen Risiko) noch verschiedene spezielle wirtschaftliche Risiken unterschieden, wie z.B.:
    (1) Übertragbare (versicherbare) Risiken im Auslandsgeschäft, v.a. Transportrisiko, Wechselkurs-Risiko sowie Kredit- bzw. Finanzierungs- und Transferrisiko;
    (2) nicht übertragbare (nicht versicherbare) Risiken im Auslandsgeschäft, v.a. Erfüllungsrisiko (Abnahme der Ware), Marktrisiko, Zollrisiko, Standortrisiko und Preisrisiko bzw. -gefahr;
    (3) Risiken bei Auslandsniederlassungen, -beteiligungen und -kooperationen, die z.T. übertragbar und z.T. nicht übertragbar sind. Eine Analyse der Risiken im Auslandsgeschäft wird im Rahmen des Länderratings versucht.

    Das Auslandsgeschäft in Banken

    Bankgeschäfte mit dem Ausland, d.h. Kreditinstituten, Unternehmen (Firmenkunden) und in geringerem Maße auch mit Privatkunden außerhalb des Staates, in dem das jeweilige Institut seinen Sitz hat. Das Auslandsgeschäft deutscher Kreditinstitute ist durch Außenwirtschaftsrecht oder sonstige Vorschriften des öffentlichen Rechts kaum beschränkt. Zum Auslandsgeschäft der Kreditinstitute gehören v.a. der Zahlungsverkehr (Zahlungen ins Ausland, Zahlungen aus dem Ausland jeweils durch Überweisung (Clean Payment) oder Scheck), das Dokumentengeschäft (Dokumenteninkasso, Dokumentenakkreditiv), die Exportfinanzierung durch Kreditinstitute sowie Geschäfte im Devisenhandel, das Auslandskreditgeschäft und das Garantiegeschäft. Der Deutschen Bundesbank gegenüber sind Meldungen über den Außenwirtschaftsverkehr abzugeben.

    zuletzt besuchte Definitionen...

      Mindmap Auslandsgeschäft Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/auslandsgeschaeft-31910 node31910 Auslandsgeschäft node50403 unmittelbar kundenorientierte Produktion node31910->node50403 node40997 Kontraktmanagement node31910->node40997 node27371 Ausfuhr node31910->node27371 node50777 Transithandel node31910->node50777 node36745 Einfuhr node31910->node36745 node28944 Ausfuhrliste node42402 Produktionsprogrammplanung node45375 Produktionstypen node43925 Serie node43925->node50403 node50403->node42402 node50403->node45375 node45239 Produktionsprozessplanung node50403->node45239 node40709 Management by Objectives node41327 Neues Steuerungsmodell (NSM) node36833 Globalbudgetierung node40997->node40709 node40997->node41327 node40997->node36833 node47325 Transithandelsgeschäfte node49938 Transithändler node32875 fremde Wirtschaftsgebiete node27371->node32875 node49016 Ursprungsland node50777->node28944 node50777->node47325 node50777->node49938 node50777->node49016 node41051 Kontingent node41051->node36745 node42300 Präferenzzoll node42300->node36745 node38243 Kriegswaffenkontrollgesetz (KWKG) node38243->node36745 node50827 Ware node36745->node50827 node35484 Einkaufsland node35484->node27371 node36126 Exportsubvention node36126->node27371 node31621 Ausfuhrzoll node31621->node27371
      Mindmap Auslandsgeschäft Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/auslandsgeschaeft-31910 node31910 Auslandsgeschäft node27371 Ausfuhr node31910->node27371 node36745 Einfuhr node31910->node36745 node50777 Transithandel node31910->node50777 node40997 Kontraktmanagement node31910->node40997 node50403 unmittelbar kundenorientierte Produktion node31910->node50403

      News SpringerProfessional.de

      • Exportentwicklung Werkzeugmaschinen

        Ein aktueller Quest Report verbindet Exportmärkte und Durchschnittswerte von Werkzeugmaschinen in Euro und die Wirkung auf die Exporte nach China seit 2008. Steigende Durchschnittswerte von Werkzeugmaschinen gehen demnach mit rückläufigen Exporten nach China einher.

      • Banken genießen großes Vertrauen ihrer Kunden

        72 Prozent der Bankkunden in Deutschland gehen davon aus, dass Kreditinstitute mit ihren persönlichen Daten sorgsam umgehen. Keine andere Branche genießt einer aktuellen Umfrage zufolge höheres Vertrauen.

      • Neue Aufgaben für die Zentrale der Zukunft

        Unternehmen müssen agil und innovativ sein. Das althergebrachte Headquarter, von dem aus alles zentral gesteuert werden soll, scheint dazu nicht passen zu wollen. Muss die Unternehmenszentrale neu erfunden werden? 

      • So geht erfolgreiches Lead Nurturing im B2B-Segment

        Wenn nicht nur Leads, sondern in Folge auch Käufer generiert werden, ist von Lead Nurturing die Rede. Im B2B-Bereich müssen E-Mail-Marketer dafür besonders strategische sowie kontinuierliche Beziehungsarbeit leisten.

      • Globales E-Invoicing ist Herausforderung für Unternehmen

        Unternehmen sind aufgrund staatlicher Vorgaben zunehmend dazu verpflichtet, ihre Rechnungen elektronisch zu erstellen. Doch in jedem Land gelten andere rechtliche Regelungen. Entsprechend komplex gestalten sich die Prozesse. Erster Teil des Gastbeitrags.

      • Auf dem Rechtsweg ins Verderben

        Wer seinen Markt als Eigentum betrachtet und Neueinsteiger juristisch bekämpfen will, kann nur verlieren, meint Springer-Autor und Zukunftsmanager Heino Hilbig. Denn die Klage eines Taxifahrers gegen Moia wird neue Verkehrskonzepte nicht verhindern. 

      • Mit Location Based Marketing auf Neukundenfang

        Deutsche Marketing-Manager sehen in standortbasierter Werbung die Brücke, um Konsumenten online wie offline anzusprechen. Vor allem für die Neukundengewinnung setzen sie auf das Marketinginstrument.

      • Wie der Arbeitsplatz von morgen aussehen wird

        Während der Industrialisierung wanderte die Arbeit aus dem Haushalt in die Fabrik. Heute klopft sie wieder an die Haustür. Die Möglichkeit zu mehr zeitlicher und örtlicher Flexibilität, beispielsweise zur Arbeit im Homeoffice, macht vor keiner Branche mehr halt.

      • Java und JavaScript sind die beliebtesten Programmiersprachen

        Die meisten Softwareingenieure setzen auf Java und JavaScript, wenn es um die Entwicklung von Unternehmensanwendungen geht. Die angeblichen "In"-Programmiersprachen Python & Co. liegen in der Beliebtheitsskala teils weit abgeschlagen hinter den Klassikern.

      • Diese digitalen Marken sind top

        Digitale Dienste dominieren immer stärker die Markenwelt. In den Top 25 der relevantesten Marken Deutschlands machen sich analoge Marken eher rar.

      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Jörn Altmann
      ESB Business School,
      Reutlingen University,
      Lehrstuhl International Finance
      Frank Geßner
      Commerzbank AG,
      Corporate Banking
      Regional Head Rhein-Ruhr Trade Finance & Cash Management

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

      Springer Professional - Die Flatrate für Fachzeitschriften und Bücher
      Mit diesem Kurztraining können Sie die Aufgaben aus dem Prüfungstraining in der Bankfachklasse 12/2017 am PC oder Tablet bearbeiten. Es enthält 10 Aufgaben.