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Besoldung

Definition

Vergütung des Beamten für seine Dienste. Zur Besoldung gehören folgende Dienstbezüge: Grundgehalt, Leistungsbezüge für Professoren an Hochschulen, Familienzuschlag, Zulagen, Vergütungen, Auslandsdienstbezüge. Das Alimentationsprinzip verpflichtet den Dienstherrn, den Beamten angemessen zu besolden.

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Vergütung des Beamten für seine Dienste.

    Rechtsgrundlage bis zur Föderalismusreform I: Einheitliche Regelung in Bund und Ländern durch das Bundesbesoldungsgesetz i.d.F. vom 6.8.2002 (BGBl. I 3020) m.spät.Änd.; seit der Föderalismusreform I sind die Länder befugt, die Besoldung eigenständig zu regeln. Sobald sie anfangen, von der Kompetenz Gebrauch zu machen, wird sich das Besoldungsniveau auseinander entwickeln und zu einer unterschiedlichen Attraktivität gleicher Dienstposten führen. Der Bund hat bereits im Dienstrechtsneuordnungsgesetz vom 5.2.2009 (BGBl. I S. 160) durch dessen Art. 2 ein nur für Bundesbeamte geltendes Bundesbesoldungsgesetz geschaffen, nunmehr i.d. F. der Bekanntmachung vom 19.06.2009 (BGBl. I 1434). Das Grundgehalt richtet sich nicht mehr nach dem Besoldungsdienstalter, sondern grundsätzlich nach "Erfahrungszeiten" (§§ 27, 28 BBesG).

    Aufbau: Zur Besoldung gehören folgende Dienstbezüge: Grundgehalt, Leistungsbezüge für Professoren an Hochschulen, Familienzuschlag, Zulagen, Vergütungen, Auslandsdienstbezüge. Zur Besoldung gehören als sonstige Bezüge: Anwärterbezüge, jährliche Sonderzahlungen, vermögenswirksame Leistungen. Jährliche Sonderzahlungen (früher: Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld) können gewährt werden, dürfen aber im Kalenderjahr die Bezüge eines Monats nicht übersteigen; sie hatten nur noch bis zum 31.12.2010 Geltung.

    Zu unterscheiden: Besoldungsordnung A (für aufsteigende Gehälter); Besoldungsordnung B (für feste, vom Besoldungsdienstalter bzw. von Erfahrungszeiten unabhängige Gehälter); Besoldungsordnung W (Grundgehalt und variable  Leistungsbezüge für Professoren und hauptberufliche Leiter und Mitglieder von Leitungsgremien an Hochschulen) - für Professoren, die vor 2005 verbeamtet wurden, gilt die W-Besoldung nur, wenn sie freiwillig von der C- Besoldung oder einer anderen Besoldung gewechselt haben; Besoldungsordnung R (für Richter und Staatsanwälte).

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Jan-Hendrik Krumme
      Sekretariat der Kultusministerkonferenz
      Referatsleiter Personalwesen, Organisation, Rechts- und Grundsatzangelegenheiten

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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