Direkt zum Inhalt

Dynamik der Betriebsformen im Handel

GEPRÜFTES WISSEN
Über 200 Experten aus Wissenschaft und Praxis.
Mehr als 25.000 Stichwörter kostenlos Online.
Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

zuletzt besuchte Definitionen...

    Ausführliche Definition

    1. Begriff: Anpassung etablierter und Herausbildung neuer Betriebsformen des Handels wegen Veränderungen der gesellschaftlichen, ökonomischen und wettbewerblichen Umweltbedingungen.

    2. Zwei Phasen der Entwicklung neuer Betriebsformen: a) Erste Phase: Pionierunternehmer entwerfen das neue Konzept mit dem Ziel der Leistungssteigerung und Rationalisierung der Warendistribution durch neuartige Kombination handelsbetrieblicher Einsatzfaktoren (Produktionsfaktoren des Handels). Wichtige Ansatzpunkte: Gezielte Sortimentsbegrenzung auf Waren mit hohem Lagerumschlag, Auffinden preisgünstiger Bezugsmöglichkeiten, drastische Reduzierung bzw. vollständiger Verzicht auf Kundendienstleistungen, starke Verminderung des Personaleinsatzes, funktionelle Bauweise bei einfacher Ladenausstattung, rationeller Einsatz der übrigen Betriebsmittel (Kasse, Lager, Fuhrpark etc.). Dies ermöglicht den Pionierunternehmern so stark ermäßigte Preise, dass wegen der davon ausgehenden Anziehungskraft auf den Einsatz teurer Werbemittel verzichtet werden kann.

    b) Zweite Phase: Wandel der Ziele bei den Pionierunternehmern: Schrittweises Trading-up aus Furcht, die vornehmlich auf niedrigen Preisen beruhende Anziehungskraft könne nachlassen. Dadurch entsteht unmittelbare Konkurrenzsituation zu den etablierten Betriebsformen, die sich im Zug des Trading-down angepasst und manche Elemente der neuen Betriebsformen kopiert haben. Damit eröffnet der Markt wieder Chancen für das Vordringen neuer, preisaggressiver Betriebsformen.

    Beispiel: Die Abfolge des Eindringens von Supermärkten, Discountgeschäften, Verbrauchermärkten, Selbstbedienungswarenhäusern, Fachmärkten.

    Vgl. auch Ladenverschleiß.

    zuletzt besuchte Definitionen...

      Mindmap Dynamik der Betriebsformen im Handel Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/dynamik-der-betriebsformen-im-handel-32647 node32647 Dynamik der Betriebsformen ... node29547 Discountgeschäft node32647->node29547 node48455 Supermarkt node32647->node48455 node27259 Betriebsformen des Handels node32647->node27259 node45598 Produktionsfaktoren node32647->node45598 node42529 Selbstbedienungswarenhaus node32647->node42529 node41584 Kalenderzeitanalyse node41584->node45598 node33271 Fachdiscounter node52131 Discounter node45101 Sonderangebot node29547->node33271 node29547->node52131 node29547->node27259 node45562 Selbstbedienung (SB) node48455->node45101 node48455->node29547 node48455->node45562 node47959 Trading-up node48455->node47959 node42040 Produktion node33555 Einzelhandel node27259->node33555 node30819 Betrieb node30819->node45598 node48087 Unternehmen node48087->node45598 node45598->node42040 node47959->node32647 node47959->node27259 node50879 Verbrauchermarkt node50879->node32647 node50879->node45101 node50879->node45562 node50879->node27259 node50879->node42529 node29367 Betriebstypen node29367->node27259
      Mindmap Dynamik der Betriebsformen im Handel Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/dynamik-der-betriebsformen-im-handel-32647 node32647 Dynamik der Betriebsformen ... node27259 Betriebsformen des Handels node32647->node27259 node45598 Produktionsfaktoren node32647->node45598 node48455 Supermarkt node32647->node48455 node29547 Discountgeschäft node32647->node29547 node50879 Verbrauchermarkt node32647->node50879

      News SpringerProfessional.de

      • Exportentwicklung Werkzeugmaschinen

        Ein aktueller Quest Report verbindet Exportmärkte und Durchschnittswerte von Werkzeugmaschinen in Euro und die Wirkung auf die Exporte nach China seit 2008. Steigende Durchschnittswerte von Werkzeugmaschinen gehen demnach mit rückläufigen Exporten nach China einher.

      • Banken genießen großes Vertrauen ihrer Kunden

        72 Prozent der Bankkunden in Deutschland gehen davon aus, dass Kreditinstitute mit ihren persönlichen Daten sorgsam umgehen. Keine andere Branche genießt einer aktuellen Umfrage zufolge höheres Vertrauen.

      • Neue Aufgaben für die Zentrale der Zukunft

        Unternehmen müssen agil und innovativ sein. Das althergebrachte Headquarter, von dem aus alles zentral gesteuert werden soll, scheint dazu nicht passen zu wollen. Muss die Unternehmenszentrale neu erfunden werden? 

      • So geht erfolgreiches Lead Nurturing im B2B-Segment

        Wenn nicht nur Leads, sondern in Folge auch Käufer generiert werden, ist von Lead Nurturing die Rede. Im B2B-Bereich müssen E-Mail-Marketer dafür besonders strategische sowie kontinuierliche Beziehungsarbeit leisten.

      • Globales E-Invoicing ist Herausforderung für Unternehmen

        Unternehmen sind aufgrund staatlicher Vorgaben zunehmend dazu verpflichtet, ihre Rechnungen elektronisch zu erstellen. Doch in jedem Land gelten andere rechtliche Regelungen. Entsprechend komplex gestalten sich die Prozesse. Erster Teil des Gastbeitrags.

      • Auf dem Rechtsweg ins Verderben

        Wer seinen Markt als Eigentum betrachtet und Neueinsteiger juristisch bekämpfen will, kann nur verlieren, meint Springer-Autor und Zukunftsmanager Heino Hilbig. Denn die Klage eines Taxifahrers gegen Moia wird neue Verkehrskonzepte nicht verhindern. 

      • Mit Location Based Marketing auf Neukundenfang

        Deutsche Marketing-Manager sehen in standortbasierter Werbung die Brücke, um Konsumenten online wie offline anzusprechen. Vor allem für die Neukundengewinnung setzen sie auf das Marketinginstrument.

      • Wie der Arbeitsplatz von morgen aussehen wird

        Während der Industrialisierung wanderte die Arbeit aus dem Haushalt in die Fabrik. Heute klopft sie wieder an die Haustür. Die Möglichkeit zu mehr zeitlicher und örtlicher Flexibilität, beispielsweise zur Arbeit im Homeoffice, macht vor keiner Branche mehr halt.

      • Java und JavaScript sind die beliebtesten Programmiersprachen

        Die meisten Softwareingenieure setzen auf Java und JavaScript, wenn es um die Entwicklung von Unternehmensanwendungen geht. Die angeblichen "In"-Programmiersprachen Python & Co. liegen in der Beliebtheitsskala teils weit abgeschlagen hinter den Klassikern.

      • Diese digitalen Marken sind top

        Digitale Dienste dominieren immer stärker die Markenwelt. In den Top 25 der relevantesten Marken Deutschlands machen sich analoge Marken eher rar.

      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Alexander Hennig
      Duale Hochschule Baden-Württemberg Mannheim
      Professor für Handelsmanagement
      Prof. Dr. Willy Schneider
      Duale Hochschule Baden-Württemberg Mannheim
      Studiengang BWL-Handel
      Professor

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

      Springer Professional - Die Flatrate für Fachzeitschriften und Bücher
      Bisher wurden in diesem Buch die Struktur des landwirtschaftlichen Systems in Deutschland beschrieben (Kap. 3 und 4) sowie seine beiden wichtigsten Problembereiche, die nach Reformen verlangen: die Verdrängung der Biodiversität (Kap. 5) und die …
      Der Austausch von Gütern jeglicher Art ist seit der Existenz der Menschheit zu einem prägenden Prinzip geworden. Basare und Wochenmärkte waren im Mittelalter typische Orte für den Güteraustausch. Mit der zunehmenden Arbeitsteilung haben …
      Bei der Distributionspolitik sind Ziele festzulegen und strategische Entscheidungen zu treffen. Deshalb werden zunächst die Ziele und Entscheidungstatbestände der Distributionspolitik erläutert und grundlegende Begriffe definiert. Mögliche Ziele …

      Sachgebiete