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Interaktive Werbeflächen

Definition

Interaktive Werbeflächen sind Plakate, Terminals, Säulen etc., die sich automatisch auf Passanten, Besucher, Kunden und Interessierte einstellen und mit diesen in eine Interaktion treten. Teilweise werden Bewegungsmelder sowie Bild- und Mustererkennung zur Bestimmung von Geschlecht, Größe und Alter verwendet.

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    Ausführliche Definition

    1. Allgemein: Interaktive Werbeflächen sind Plakate, Terminals, Säulen etc., die sich automatisch auf Passanten, Besucher, Kunden und Interessierte einstellen und mit diesen in eine Interaktion treten. Teilweise werden Bewegungsmelder sowie Bild- und Mustererkennung zur Bestimmung von Geschlecht, Größe und Alter verwendet. Eine Ausprägung ist der Terminal, der in Läden und bei Messen bzw. am Point of Sale vorkommt und Information, Kommunikation und Interaktion in Bezug auf Produkte und Dienstleistungen unterstützt und ermöglicht. Eine andere Umsetzung sind digitale Plakate und Säulen an Straßen und auf Plätzen.

    2. Merkmale und Funktionen: Interaktive Werbeflächen können Personen kontaktieren, die in ihrer Nähe sind, bestimmte Kennzeichen identifizieren und personalisierte Werbung einblenden. Auch das virtuelle Anprobieren von Kleidungsstücken und Brillen, das virtuelle Einrichten von Räumen und das Schießen von Selfies mit Prominenten können angeboten werden. Die Fähigkeit zur natürlichsprachlichen Kommunikation ist wichtig, wenn Fragen beantwortet und Beziehungen aufgebaut werden sollen. Lichtzeichen und Signaltöne können für Aufmerksamkeit sorgen. Durch Menschen und Maschinen bewegbare und sich selbst bewegende Geräte sind flexibel nutzbar, aus Sicherheitsgründen aber nicht unproblematisch. Eine Integration von sozialen Medien bietet sich an, damit Produkte empfohlen und Informationen zu Dienstleistungen verbreitet werden können. Dabei – und bei Eingabe und Steuerung – kann das Smartphone eine wichtige Rolle spielen.

    3. Kritik und Ausblick: Interaktive Werbeflächen an Straßen und auf Plätzen sind der Gefahr des Vandalismus ausgesetzt. In Verkaufsräumen und Schaufenstern sind sie i.d.R. gut geschützt. Sie können sich grundsätzlich auch selbst überwachen, ohne dass mutwillige Zerstörung ganz auszuschließen ist. Bei Touchscreens stellt sich die Frage nach der Hygiene und der Möglichkeit der Übertragung von Krankheiten. Interaktive Werbeflächen können in die Privatsphäre eingreifen, selbst in öffentlichen Bereichen, und das Persönlichkeitsrecht verletzen sowie die informationelle Autonomie beschädigen. Dies ist Thema der Informationsethik. Die Maschinenethik fragt nach moralisch adäquaten Entscheidungen der Plakate und Terminals, die Medienethik nach der Reizüberflutung im (teil-)öffentlichen Raum.

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Oliver Bendel
      Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW, Hochschule für Wirtschaft, Institut für Wirtschaftsinformatik
      Professor für Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsethik, Informationsethik und Maschinenethik

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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