Direkt zum Inhalt

Kontrollierbarkeit

GEPRÜFTES WISSEN
Über 200 Experten aus Wissenschaft und Praxis.
Mehr als 25.000 Stichwörter kostenlos Online.
Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

zuletzt besuchte Definitionen...

    Ausführliche Definition

    1. Begriff: a) I.w.S. (neuere Begriffsauffassung): Disponierbarkeit (Beherrschbarkeit, Beeinflussbarkeit).
    b) I.e.S. (ältere Begriffsauffassung): Nachprüfbarkeit. Letztere Bedeutung überwiegt im Rechnungswesen. Zu unterscheiden sind:
    (1) Kontrollierbarkeit der Ordnungsmäßigkeit und formalen Richtigkeit,
    (2) Kontrollierbarkeit als Beurteilung aufgrund qualitativer Kriterien und
    (3) Kontrollierbarkeit als materielle Nachprüfbarkeit auf Basis quantitativer Kriterien. Entscheidungs-, Planungs- und Prognosekontrolle, Ermittlung der Entscheidungswirkungen, die über den Verantwortungsbereich hinausreichen können, und des Erreichens vorgegebener Ziele gewinnen gegenüber der bloßen Ausführungs- oder Verhaltenskontrolle an Bedeutung.

    2. Allgemeine Grundregeln/Voraussetzungen: Allgemein setzt eine quantitative materielle Kontrolle voraus: eine objektive, intersubjektiv nachprüfbare Abbildung des Betriebsgeschehens mit einer Differenzierung der Daten nach ihrer Beeinflussbarkeit (Disponierbarkeit) durch die kontrollierenden Verantwortlichen und Abhängigkeit von hinzunehmenden Einflussgrößen sowie der materiellen, logischen Richtigkeit und der Genauigkeit der rechnerischen Abbildung der Ist-Daten bzw. der Vorgabe- und Prognosesicherheit bei Soll- und Wird-Daten.

    3. Personelle und zeitliche Teilung des Entscheidungsfeldes: Bei den einzelnen Verantwortlichen sind nur solche Vorgänge und Rechengrößen kontrollierbar, die sie für oder während des betrachteten Zeitraums maßgeblich beeinflussen konnten. Dies erfordert
    (1) eine Differenzierung nach der „örtlichen” und zeitlichen Verteilung der Entscheidungswirkungen eines Verantwortlichen und
    (2) eine Kennzeichnung der erfassten Vorgänge nach den zuständigen Verantwortungsträgern bei den einzelnen Erfassungsbereichen (z.B. Kosten- und Leistungsstellen) und damit
    (3) eine Unterscheidung zwischen (a) Entscheidungs- und Verantwortungs(kosten)stelle und (b) Erfassungs(kosten)stelle.

    Vgl. auch verantwortungsorientiertes Rechnungswesen.

    zuletzt besuchte Definitionen...

      Mindmap Kontrollierbarkeit Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/kontrollierbarkeit-39790 node39790 Kontrollierbarkeit node29522 Disponierbarkeit node39790->node29522 node47487 verantwortungsorientiertes Rechnungswesen node39790->node47487 node29747 Bezugsgröße node29522->node29747 node29522->node47487 node35158 Fertigungslöhne node35158->node29522 node30963 Abhängigkeit node30963->node29522 node40445 irreversibel vordisponierte Ausgaben node40445->node29522 node36161 entscheidungsorientiertes Rechnungswesen node47487->node36161 node50148 Verantwortungskostenstelle node47487->node50148 node38977 kontrollierbare Kosten node38977->node39790 node38977->node47487 node39327 Kosten node38977->node39327
      Mindmap Kontrollierbarkeit Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/kontrollierbarkeit-39790 node39790 Kontrollierbarkeit node29522 Disponierbarkeit node39790->node29522 node47487 verantwortungsorientiertes Rechnungswesen node39790->node47487 node38977 kontrollierbare Kosten node38977->node39790

      News SpringerProfessional.de

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

      Bücher auf springer.com

      Sachgebiete