Direkt zum Inhalt

Quasirente

GEPRÜFTES WISSEN
Über 200 Experten aus Wissenschaft und Praxis.
Mehr als 25.000 Stichwörter kostenlos Online.
Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

zuletzt besuchte Definitionen...

    Ausführliche Definition

    Differenz der Erträge einer spezifischen Investition in der gegenwärtigen Verwendung gegenüber der nächstbesten Verwendung. Quasirenten fallen als Erträge beim Eigner spezifischen Kapitals an und sind vom Gewinn abzugrenzen. Die gesamten Erträge können den Charakter von Quasirenten haben, aber gleichwohl zur Deckung der Kosten benötigt werden. Quasirenten unterliegen der Gefahr der opportunistischen Aneignung durch den Transaktionspartner (Opportunismus). Dieser kann dem Eigner des spezifischen Kapitals mit der Auflösung der Transaktionsbeziehung drohen und sich auf diese Weise der Quasirente seines Partners bemächtigen, indem er etwa die ex ante vereinbarten Preise zu seinen Gunsten verändert. Der Besitzer des spezifischen Kapitals wird die Transaktionsbeziehung solange aufrechterhalten, wie er einen Mehrertrag im Vergleich zur nächstbesten Verwendung erzielen kann, obwohl die Transaktionsbeziehung insgesamt bereits verlustreich geworden sein mag. Er wird die Transaktionsbeziehung folglich nicht beenden, bevor seine Quasirente vollständig enteignet ist. Um die Gefahr der opportunistischen Ausbeutung der Quasirente zu reduzieren, muss diese institutionell abgesichert werden.

    zuletzt besuchte Definitionen...

      Mindmap Quasirente Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/quasirente-42139 node42139 Quasirente node45251 spezifische Investitionen node42139->node45251 node46183 Opportunismus node42139->node46183 node45598 Produktionsfaktoren node49432 Transaktionskostentheorie der Unternehmung node37760 neoklassische Theorie der ... node34348 Governance-Structure-Theorie der Unternehmung node34348->node42139 node34348->node49432 node34348->node37760 node47344 Transaktion node34348->node47344 node49761 Vertrag node34348->node49761 node35359 Franchise node44593 punktuelle Anreize node33109 hybride Organisationsformen node33109->node42139 node33109->node35359 node33109->node44593 node33109->node47344 node39569 Konsumentenrente node35874 Grundrente node36048 dynamische Einkommen node36289 glaubhafte Zusicherungen node45251->node36289 node45251->node47344 node39454 Investition node45251->node39454 node29365 Differenzialrente node29365->node42139 node29365->node45598 node29365->node39569 node29365->node35874 node29365->node36048 node28617 Corporate Governance node28617->node46183 node38077 Neue Institutionenökonomik node37591 Menschenbilder node46183->node38077 node46183->node37591 node36289->node42139 node36289->node46183
      Mindmap Quasirente Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/quasirente-42139 node42139 Quasirente node45251 spezifische Investitionen node42139->node45251 node46183 Opportunismus node42139->node46183 node29365 Differenzialrente node29365->node42139 node33109 hybride Organisationsformen node33109->node42139 node34348 Governance-Structure-Theorie der Unternehmung node34348->node42139

      News SpringerProfessional.de

      • "Unternehmen tragen Verantwortung für Konsumenten"

        Wer in der digitalen Welt nicht untergehen will, muss sich einige Kompetenzen aneigen. Sonst frisst die Digitalisierung ihre User, warnen Anabel Ternès und Hans-Peter Hagemes im Gespräch mit Springer Professional. Insbesondere Unternehmen sollten sich ihrer Verantwortung bewusst sein.

      • Digitalisierung schafft Chancen für weibliche Führungskräfte

        Mittlerweile erfüllen zwar die Aufsichtsräte der Dax-30-Unternehmen im Durchschnitt die gesetzliche Frauenquote. Aber gerade in Führungspositionen im operativen Geschäft sind Frauen, auch in der Finanzbranche, immer noch rar gesät. Und das sieht nur in einem Fachbereich besser aus.

      • Verantwortungsvolle Chefs haben mehr Stress

        Ein Chef, der sich seiner Verantwortung im Job bewusst ist, führt ein stressbelastetes Dasein. Zumindest, wenn er sich in einer gehobenen Machtposition befindet. Das haben Wissenschafter herausgefunden.

      • Dax-Vorstände verdienen noch mehr

        Wenn etwas die Gemüter erhitzt, dann sind es immer wieder die exorbitanten Bezüge von Vorständen und Aufsichtsräten von Unternehmen. Eine aktuelle Studie gibt der Diskussion neue Nahrung. Demnach bekommen die CEOs von der Post, Heidelberg Cement, Adidas und Daimler unglaubliche Summen. 

      • Enterprise Social Networks fördern Innovationen

        Der digitale Reifegrad deutschsprachiger Unternehmen verbessert sich zusehends. In allen Bereichen haben digitale Prozesse mittlerweile die analogen Formen der Zusammenarbeit überholt. Doch es gibt noch viel zu tun.

      • Konsequent digital steigert die Profite

        Je intensiver Unternehmen digitalisiert sind, desto höher ist ihr Gewinnwachstum. Allerdings braucht es dazu konsequente Strategien und den Willen zum Wandel auf allen Ebenen.

      • Warum Manager die Macht der Controller fürchten

        Die Rolle des Controllers verändert sich. Er soll gerade als Unterstützung im strategischen Bereich an Einfluss gewinnen. Doch noch ist nicht jeder Manager bereit, den Controller als Sparringspartner zu sehen.

      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Apl. Prof. Dr. Dr. Helge Peukert
      Universität Siegen, Masterstudiengang Plurale Ökonomik

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

      Springer Professional - Die Flatrate für Fachzeitschriften und Bücher
      Bigus und Zimmermann und Köhler et al. untersuchen mit multiplen linearen Regressionsanalysen verschiedene Einflussfaktoren der Prüfungshonorare von an deutschen Börsen notierten Unternehmen. Während Bigus und Zimmermann bei Erstprüfungen nicht signi…
      Das Quasirentenmodell nach DeAngelo (1981a) impliziert, dass die Abschlussprüfungshonorare bei vollkommener Konkurrenz am Prüfungsmarkt bei der Erstprüfung nicht kostendeckend sind (low balling) und mit zunehmender Mandatsdauer ansteigen (fee cutting…
      Ich weise die Kritik von Merkl in Gänze zurück. Die vorgebrachten Argumente sind teils falsch, teils inkonsistent und teils ohne Substanz. Seine Kritik lässt keine hinreichende Erfahrung mit empirischen Arbeiten vermuten.

      Bücher auf springer.com

      Sachgebiete