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Differenzialrente

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Einkommen, das aufgrund unterschiedlicher Produktionskosten dem Produzenten mit den geringeren Produktionskosten zufließt. Die Differenzialrente kann auf dem Rationalisierungsvorsprung eines Unternehmens gegenüber den anderen Unternehmen beruhen und besteht dann nur so lange, wie der Rationalisierungsvorsprung gehalten werden kann (dynamisches Einkommen). Können die eingesetzten Produktionsfaktoren nicht beliebig vermehrt werden (z.B. der Boden in der Landwirtschaft), wird die Differenzialrente als Dauereinkommen bezogen, wenn der Grenzproduzent (Produzent mit den höchsten Kosten) seine Kosten nicht senken kann und seine Güter noch am Markt gebraucht werden. Nur der Grenzproduzent bezieht keine Differenzialrente. Alle übrigen Hersteller beziehen eine Rente in Höhe der Kostendifferenz zum Grenzproduzenten. Das Prinzip der Differenzialrente wurde erstmalig von Anderson und Ricardo vertreten.

    Differenzialrente als Form der Bodenrente: Grundrente.

    Die Konsumentenrente ist ebenfalls als Differenzialrente erklärbar.

    Die Übertragung auf die industrielle Produzentenrente (Quasirente) und auf die Konsumentenrente wurde durch Schäffle, Walker, Marshall vorgenommen.

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      Mindmap Differenzialrente Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/differenzialrente-29365 node29365 Differenzialrente node42919 Produzentenrente node29365->node42919 node39569 Konsumentenrente node29365->node39569 node35874 Grundrente node29365->node35874 node36048 dynamische Einkommen node29365->node36048 node45598 Produktionsfaktoren node29365->node45598 node27491 Beschädigtenrente node46701 Preis node42919->node46701 node36114 Gut node42919->node36114 node39342 Mikroökonomik node42919->node39342 node47894 vollkommene Konkurrenz node50000 Wohlfahrtsökonomik node39569->node42919 node39569->node47894 node39569->node50000 node39569->node36114 node45096 Qualitätsrente node45096->node35874 node45161 Rente node45161->node35874 node40753 makroökonomische Verteilungstheorien node40753->node35874 node35874->node27491 node43482 statische Einkommen node36048->node43482 node41584 Kalenderzeitanalyse node41584->node45598 node42040 Produktion node30819 Betrieb node30819->node45598 node48087 Unternehmen node48087->node45598 node45598->node42040 node39164 Kontrakteinkommen node39164->node36048 node37874 Marktlagengewinn node37874->node36048
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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Hagen Krämer
      Hochschule Karlsruhe, Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
      Professor für Economics (Volkswirtschaftslehre)

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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