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Alte Institutionenökonomik

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    heterodoxe, kritische ökonomische Theorierichtung mit den Begründern Veblen (The Theory of the Leisure Class, 1899) und Commons (Legal Foundations of Capitalism, 1924). Heute werden ihre Ideen in der Association for Evolutionary Economics und im Journal of Economic Issues weiter verfolgt. Ausgehend vom neoklassischen Gleichgewichtsmodell werden Marktunvollkommenheiten und Marktversagen als die Ursachen für Transaktions- und Informationskosten und damit für die Entstehung von Institutionen angesehen. Im Unterschied zur Neuen Institutionenökonomik stehen sie Marktwirtschaft und Kapitalismus kritisch gegenüber: Die Spaltung zwischen Arm und Reich, die Umweltzerstörung, die Dominanz der Corporate Culture, das Anfachen von Ehrgeiz und Neid durch Prestigegüter werden abgelehnt und Interessenkonflikte zwischen sozialen Gruppen unterstellt. Commons verfasste auch eine Geschichte der amerik. Arbeiterbewegung und war gedanklicher Vorläufer des amerik. New Deal in den 1930er-Jahren. Methodisch wird ein ganzheitlicher, nicht formalistischer, die Normorientierung der Menschen im Gegensatz zum reinen Eigeninteresse betonender Ansatz verfolgt und gegen den Neoliberalismus die Notwendigkeit politischer Lenkung von Marktprozessen hervorgehoben.

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Apl. Prof. Dr. Dr. Helge Peukert
      Universität Siegen, Masterstudiengang Plurale Ökonomik

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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      Der Beitrag reflektiert die Rolle der Allgemeinen Betriebswirtschaftslehre für die Orientierung und Kontextualisierung des Faches und seiner Subdisziplinen. Es wird dargelegt, dass nahezu alle vergleichbaren Disziplinen eine allgemeine und eine …
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